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Politik national

Landtagswahl: Was Parteien auf BDM-Fragen zur Milch antworten

von , am
25.04.2012

Kiel - Am 6. Mai wählen die Schleswig-Holsteiner einen neuen Landtag. Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) hat die Parteien vorab zum Thema Milch befragt. Die Antworten hätten unterschiedlicher nicht sein können.

© Almotti/pixelio
Wie der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter berichtet, seien die Antworten auf ihre Wahlprüfsteine denkbar unterschiedlich ausgefallen: Während die CDU von einer konstanten Nachfrage ausgeht und keine angespannte Lage am Milchmarkt sieht, sehen Bündnis 90/Die Grünen aktuell durchaus Handlungsnotwendigkeit. Angesichts der "angespannten Marktlage" sei auf die einzelbetriebliche Zuteilung der Quotenerhöhung zunächst zu verzichten.
 
Für die SPD ist nach Informationen des BDM wichtig, dass es keinerlei Maßnahmen gibt, die den für 2015 geplanten Ausstieg aus der Quotenregelung gefährden.
 
Die Linke sieht die Notwendigkeit, das Rohmilchangebot zukünftig durch die Erzeuger selbst steuern zu können, die FDP lehnt jegliche marktsteuernde Maßnahmen ab.

BDM: Marktlage zunehmend angespannt

"Allen, die die Entwicklung am Milchmarkt mit Interesse und über einen längeren Zeitraum verfolgen, dürfte die zunehmend angespannte Marktlage nicht entgangen sein", sagt Kirsten Wosnitza vom BDM-Landesteam Schleswig-Holstein. Seit über zwölf Monaten seien die Preise für Milchdauerprodukte, frei handelbare Milch (Spotmilch) und Halbfertigprodukte wie flüssige Magermilch auf dem Rückzug.
 
Die allgemeine Entwicklung der Milcherzeugerpreise sei gegenüber 2011 ebenfalls auf dem Rückzug. "Nach 35 Cent/kg 2011 im Bundesschnitt nähern wir uns langsam der 30 Cent-Marke", stellt Kirsten Wosnitza fest.
 

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