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Dorf und Familie

Landtourismus blickt auf erfolgreiche Saison 2010 zurück

Externer Autor ,
am
28.01.2011

Berlin - Für die zurückliegende Saison berichten die Anbieter von Bauerhof- und Landurlaub in Deutschland von einer deutlich gestiegenen Nachfrage.

© S. Hofschlaeger/pixelio

Die Auslastung der Urlaubsquartiere im ländlichen Raum ist erneut angestiegen. Die Anbieter konnten ihre Ferienwohnungen und Ferienhäusern an durchschnittlich 157 Tagen und ihre Gästezimmern an 140 Tagen im Jahr vermieten. Jeder dritte Betrieb berichtet von einer besseren oder sogar sehr viel besseren Belegung im Vergleich zum Vorjahr.

Nur jeder fünfte Anbieter musste Nachfragerückgänge verbuchen. Der Rest der Betriebe weist eine gleichbleibende Auslastung gegenüber dem Vorjahr auf.

Ergebnisse der Saisonumfrage 2010

Diese Zahlen ergeben sich aus der jährlichen Saisonumfrage der Bundesarbeitsgemeinschaft für Urlaub auf dem Bauernhof und Landtourismus in Deutschland und ihren Landesverbänden. Insgesamt 617 Vermieter haben sich an der Umfrage beteiligt, die 2010 bereits zum fünften Mal in Folge durchgeführt wurde und aus der sich bereits klare Trends ablesen lassen. So sich in den letzten fünf Jahren die Auslastung insbesondere in den Oster- und Pfingstferien deutlich verbessert, während die Betriebe in den Sommerferien schon immer praktisch restlos ausgebucht waren.

Positive Bilanz gezogen

Die Saisonumfrage wurde im Rahmen der Internationalen Grünen Woche veröffentlicht, auf der sich die Bundesarbeitsgemeinschaft auf dem ErlebnisBauernhof in Halle 3.2 dem Berliner Publikum präsentiert. In der Diskussion mit dem Tourismusausschuss des Deutschen Bundestages hat dessen Vorsitzender, Klaus Brähmig, die erkennbar positive Entwicklung gewürdigt und die Bedeutung des Landtourismus für die Entwicklung der ländlichen Räume hervorgehoben.

Deutlich mehr Investitionen 

Im Gespräch mit der Vorsitzenden der Bundesarbeitsgemeinschaft, Ute Mushardt, und dem Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner, wurden auch die Auswirkungen der Anfang 2010 eingeführten Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes auf Beherbergungsdienstleistungen analysiert. Aus der Saisonumfrage geht hervor, dass nahezu jeder Dritte Vermieter als Reaktion auf die gestiegene Liquidität im Vergleich zu seinen ursprünglichen Planungen deutlich mehr in seinen touristischen Betriebszweig investiert hat – und zwar insbesondere in die weitere Verbesserung der Qualität der Unterkünfte sowie in Freizeit- und Serviceeinrichtungen auf dem Betrieb. (pd)

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