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Mit Landwirt Bützler auf Funkenfahrt ins Ahrtal

Traktoren fahren mit Lichterketten
am Montag, 20.12.2021 - 14:45 (Jetzt kommentieren)

Kurz vor Weihnachten verbreiteten Landwirte Hoffnung indem sie mit ihren Traktoren ins Ahrtal fuhren. Désirée von agrarheute hat sich mit Basti Bützler auf seinem DEUTZ mit auf den Weg nach Schuld gemacht.

Es dauert nicht mehr lange, bis ab dem 21.12. die Tage wieder länger und folglich heller werden. Bevor es so weit ist, erleuchteten am17. und 18.12.21 wieder unzählige geschmückte Traktoren das Ahrtal und die umliegenden Ortschaften, die von der Flutkatastrophe im Juli dieses Jahres schwer getroffen wurden.

Aus meiner neuen, alten Heimat Wormersdorf fuhr ich, nach meiner Funkenfahrt mit dem Lanz Bulldog am 04. Dezember ins Ahrtal, auch dieses Wochenende wieder bei den Funkenfahrten mit.

Los ging es am Freitag ab Wormersdorf, u. a. über die Höhenorte Hilberath und Queckenberg zum Sammelpunkt nach Oberdrees. Landwirte aus der Region haben gut 3 Tonnen Kartoffeln, Möhren und Zwiebeln gespendet und verpackt, die sich Groß und Klein an unserem Geschenkewagen abholen können. Am Samstag (18.12.) fuhr ich dann gemeinsam mit @bastbu aus der Eifel nach Schuld. 

Versteigerung eines hydraulischen Oberlenkers für Traktoren

Basti versteigert, in Zusammenarbeit mit Walterscheid @walterscheid_gmbh, einen hydraulischen Oberlenker für Traktoren bis zu 400 PS und CAT 3 Haken. Der Erlös kommt den Menschen im Ahrtal zugute. Bietet also fleißig mit! Der- oder diejenige, der/die das gute Stück ersteigert, bekommt von uns noch ein digitales Jahresabo agrarheute dazu!

Darum fährt Désirée Handke auf der Funkenfahrt mit

Geschmückter Traktor fährt durch Dorf und Menschen stehen am Straßenrand

Warum ich mitfahre? Mir ist es ein persönliches Anliegen, mit in die kleine Ortschaft Schuld zu fahren. Rund 50 % der Gebäude der 650-Seelen Gemeinde sind von den Folgen der Flut, die die Ahr auf mehr als 8 Meter ansteigen ließ, betroffen. Viele werden sich noch an die Pressekonferenz erinnern, in der Bürgermeister Lussi unter Tränen von den Narben sprach, die diese Katastrophe hinterlässt.

2019 bin ich mit meinem Vater rund 60 km des Ahrradwegs gefahren. Start war Blankenheim, dort entspringt die Ahr. Unser Ziel war Rech, wo wir abends (ziemlich groggy) im bekannten Jagdhaus Rech eingekehrt sind.

Auf dieser besonderen Radtour habe ich die Schönheit meiner Heimat in vollen Zügen genossen und besonders Schuld hat es mir 2019 angetan. Heute ist dieser Fleck Erde ein anderer. Ich schaute am Samstag ganz bewusst hin und wollte einen kleinen Teil dazu beitragen, dass die Menschen im Ahrtal nicht vergessen werden.

Die Fahrt ging dann ohne mich weiter nach Dernau, wo bei der Winzergenossenschaft ein Dagernova kölsche Bands zu „Loss mer singe“ einladen. Ein sicherlich krönender Abschluss der Funkenfahrt und ein hoffnungsvoller Abend für die Menschen im Ahrtal.

Digitale Ausgabe agrarheute

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