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Zahlungsaufforderung

Landwirt soll für gescheiterte Tierrettung 4.000 Euro zahlen

Die Rettung eines Kalbs bei Hochwasser
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Dagmar Deutsch, agrarheute
am
29.03.2018

Im Herbst 2017 versuchte die Feuerwehr vergeblich, ein Kalb von einer überschwemmten Weide zu retten. Der Besitzer sei dabei angeblich nicht kooperativ gewesen.

Im Oktober 2017 hatte Landwirt Harald Benett aus Lübeck mit Überschwemmungen seiner Flächen ohnehin genug zu kämpfen. Hinzu kommt, dass das Hochwasser eines seiner Kälber auf einer Weide in Dassow in Mecklenburg-Vorpommern eingeschlossen hatte. Um es zu retten, rief er die Feuerwehr zu Hilfe. Für ihren Einsatz fordert das Amt Schönberger Land nun mehr als 4.000 Euro.

Kalb sollte getötet werden

Damals versuchte die Feuerwehr zwei Tage lang, das Kalb einzufangen. Vergeblich. Weil das Kreisveterinäramt das Kalb daher zuerst betäuben und später sogar töten wollte, habe es laut Harald Benett Meinungsverschiedenheiten gegeben. Der Landwirt verhinderte den Abschuss des Tiers. Er bekam schließlich in Absprache mit dem Landkreis eine Frist, bis zu der das Kalb von der Weide sein musste. Letztendlich lockte der 53-Jährig das verängstigte Kalb, dem er anschließen den Namen Flipper gab, ohne fremde Hilfe von der überschwemmten Weide.

Landwirt war angeblich nicht kooperativ

Weil Harald Benett, der selbst Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr ist, bei der versuchten Rettung nicht kooperativ gewesen sei, bekam er nun eine Rechnung. Feuerwehreinsätze müssen laut Gesetzeslage bezahlt werden, wenn Personen vorsätzlich oder grob fahrlässig gehandelt haben. Der 53-jährige Landwirt geht juristisch gegen die Forderung des Amts Schönberger Land vor.

Mit Material von ostsee-zeitung.de, Feuerwehr Dassow

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