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Klage

Landwirt klagt gegen Baugebiet und Gemeinde

Stallbau mit Bagger
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Eva Eckinger, agrarheute
am
29.01.2018

Ein Landwirt möchte seinen Rinderstall erweitern. Doch er befürchtet mögliche Klagen zukünftiger Anwohner. Nun klagt er gegen seine Gemeinde und das geplante Baugebiet. Er fühle sich umzingelt.

Ein Landwirt aus Irchenrieth im Oberpfälzer Landkreis Neustadt an der Waldnaab klagt vor dem Verwaltungsgerichtshof in München gegen seine Gemeinde und ein geplantes Baugebiet. Wie das Nachrichtenmagazin Onetz berichtet, möchte er seinen Rinderstall nach Norden hin erweitern. Und zwar von heute etwa 65 Tieren plus Nachzucht auf das Doppelte. Doch dabei würde sein Stall recht nah an die Randparzellen des Baugebiets heranrücken.

Gut möglich, dass ihm deshalb irgendwann ein künftiger Anwohner mit dem Anwalt drohe, so Onetz. Immerhin würde es in der Rinderhaltung ja muhen und stinken.

Bauernhof "umzingelt" von Baugebieten

Deswegen geht der Landwirt nun gegen den Bebauungsplan vor. Sein Anwalt sieht das Grundproblem laut Onetz in der Tatsache, dass der Bauer erst vor einigen Jahren im Einvernehmen mit der Gemeinde an seinen jetzigen Platz ausgesiedelt ist. Nun sei er umzingelt von Baugebieten. Der Gemeinderat hingegen meint, er könne ja nach Westen erweitern. Für den Rinderhalter wäre das allerdings mit mehr Arbeitsaufwand und Organisation verbunden.

Geruchsbelästigung durch Landwirtschaft sei zu akzeptieren

Das neue Baugebiet ist als Allgemeines Wohngebiet geplant, so Onetz. Laut Gesetz müsse man in so einem Fall Geruchsbelästigung "in zehn Prozent der Jahresstunden" akzeptieren. Ein Gutachter der Gemeinde hält auch eine Überschreitung für akzeptabel. Die betroffenen Parzellen seien im Übergang zum Außenbereich, wo landwirtschaftliche Nutzung üblich ist.

"Und jeder, der dort baut, weiß, dass dort ein Landwirt Nachbar ist", unterstreicht Reinhold Gilch, Zweiter Bürgermeister, laut Onetz.

Landwirt fühle sich als Störfaktor

Die Gemeinde will das Verfahren nun abwarten. Der Rinderhalter aber fühle sich als „Buhmann“, so Onetz. Er habe es in Irchenrieth als Landwirt schwer und sei für viele ein Störfaktor, „bloß weil hier jeder seinen Grund als Baugrund hergeben und kassieren will“, erklärt er der Zeitung.

Mit Material von Onetz

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