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Dorf und Familie

Landwirt lehnt Kaufangebot von 275 Millionen ab

Externer Autor
am
13.05.2015

Ein englischer Landwirt will seine Farm nicht verkaufen - obwohl ihm das Hundertfache des tatsächlichen Wertes geboten wurde. Er dachte dabei vor allem an seine Heimatgemeinde.

Robert Worsley aus West Sussex in Südengland hätte für seinen Grund mitsamt Hof einen Millionenbetrag erhalten und sich ein Leben ohne finanzielle Sorgen machen können.
 
Doch er lehnte das Angebot des Immobilienkonzerns "Mayfield Market Towns Ltd." ab, wie das Nachrichtenportal Dailymail berichtet. Der Grund hierfür hat vor allem mit seiner Heimat zu tun.

Heimat und Gemeinschaft ist wichtiger als Geld

Der zweifache Vater befürchtete, seine Gemeinde könnte unter dem Verkauf leiden. Das Immobilienunternehmen hatte geplant, auf seinem Land eine neue Stadt zu bauen. Er hätte nicht einfach zusehen können, wie seine Heimat, in der er sein ganzes bisheriges Leben verbracht hatte, zu Grunde gehe.
Das Geld anzunehmen und einfach abzuhauen sei keine Option, so Worsley zur Dailymail.
 

275 Millionen Pfund: Hundertfacher Wert abgelehnt

Auch wenn der astronomische Betrag dem hundertfachen Wert der Farm entspricht, so lehnt er das verlockende Angebot ab. Der Landwirt möchte nicht daran beteiligt sein, wie das ländliche Leben und die Landschaft in West Sussex immer mehr zerstört wird:
"Es geht hier nicht um mich, sondern darum, dass Sussex so Stück für Stück verschwindet. Sussex kann man nicht einfach so verkaufen, weil wir es sonst nie wieder bekommen würden."

Vorwurf: Immobilienkonzern geht zu aggressiv vor

Worsley erhielt Unterstützung vom konservativen Politiker Nick Herbert sowie Dutzenden von Anwohnern, die gegen das Bauvorhaben protestieren. Dem Konzern wird vorgeworden, die Lokalbevölkerung regelrecht zu tyrannisieren und einzuschüchtern. Der Immobilienriese verhandelt nun in den Nachbargemeinden.
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