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Grünland

Landwirt mäht ehemaligen Berliner Flughafen

Mähen am Tempelhofer Feld
am Mittwoch, 15.08.2018 - 11:45 (Jetzt kommentieren)

Der Brandenburger Landwirt Klaus Messinger ist für die Pflege des Tempelhofer Feldes, Berlins größter Grünfläche am ehemaligen Stadtflughafen, zuständig. Aller paar Wochen fährt er früh am Morgen in die Stadt – auch wenn es im Moment nicht mehr viel zu mähen geben dürfte.

Nein, es geht diesmal nicht um den BER und seine unendliche Baugeschichte. Beim Schließen von Flughäfen ist Berlin eindeutig erfolgreicher als beim Eröffnen. 

Im Oktober 2008 hob vom ehemaligen innerstädtischen Flughafen Tempelhof das letzte Flugzeug ab. Seitdem ist der alte Airport Geschichte und gab es viel Diskussion um die Nutzung der freigewordenen Flächen rund um die Startbahnen und Rollfelder.

Eine Bebauung des Tempelhofer Feldes wurde abgelehnt, die Berliner entschieden sich für Luftbrückendenkmal, Grünfläche und Freizeitnutzung.

Mit Trecker und Mähwerk durch Berlin

Dieses Grünland muss bewirtschaftet werden. Rund 120 ha brauchen professionelle Pflege. Zuständig für diese Aufgabe ist Klaus Messinger, ein Gemüseanbauer aus Klein-Ziethen in Brandenburg. Seit vier Jahren pflegt und erntet er das Grün vom Tempelhofer Feld.

Die notwendige Technik durch den Stadtverkehr zu bringen, ist dabei wohl die größte Herausforderung. Messinger startet deshalb möglichst früh am Morgen, um den Berufsverkehr zu umgehen.

Landwirtschaftliches Flair mitten in Berlin

Das Heu, das in diesem Jahr wohl sehr schnell abtrocknen wird, wickelt Klaus Messinger zu Ballen. Ein Teil davon wird verkauft – aus Qualitätsgründen in diesem Jahr wahrscheinlich eher als Einstreu, denn als Futter.

Einige wenige Ballen bleiben als Spiel- und Sitzgelegenheiten auf dem Tempelhofer Feld liegen. Die Grün Berlin GmbH, die die Fläche verwaltet und den Pflegeauftrag vergibt, will damit ein wenig spätsommerlich-landwirtschaftliches Flair inmitten der Hauptstadt erreichen.

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