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Gefährliche Wartungsarbeiten

Landwirt stirbt: Erneut tödlicher Unfall in Brunnenschacht

Feuerwehr bei einem Rettungseinsatz
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Eva Eckinger, agrarheute
am
24.10.2017

Ein Landwirt starb am Wochenende in einem Brunnenschacht. Er wollte vermutlich seinen bewusstlosen Sohn retten. Bereits vor wenigen Wochen kam ein Ehepaar bei einem ähnlichen Unglück ums Leben.

In Neukirchen beim Heiligen Blut im bayerischen Landkreis Cham ereignete sich am Samstag ein tödlicher Betriebsunfall. Dabei verunglückte ein 59-jähriger Landwirt bei der Überprüfung eines Brunnenschachtes. Sein 33-jähriger Sohn wurde leicht verletzt, berichtet das Polizeipräsidium Oberpfalz. Nun wird untersucht, ob der Mann abstürzte oder ob er seinen Sohn aus dem Schacht retten wollte.

Es ist der zweite Fall dieser Art binnen weniger Wochen. Bei Arbeiten im Inneren von Brunnen ist also große Vorsicht geboten. Es sollte stets jemand an der Oberfläche bleiben, um im Notfall Hilfe rufen zu können.

Bei Wartungsarbeiten in Brunnenschacht ohnmächtig

Der Landwirt aus Neukirchen wollte am Samstag mit seinem Sohn im eigenen Wald einen Brunnenschacht überprüfen, da dieser winterfest gemacht werden sollte. Der etwa 6,5 Meter tiefe Schacht misst etwa 0,6 Meter im Durchmesser. Der Sohn stieg mit einer Leiter in den Schacht hinab und wurde, vermutlich infolge von Sauerstoffmangel, ohnmächtig.

Landwirt regungslos neben Sohn

Einsatz der Feuerwehr

Als er wieder zu sich kam, lag sein Vater regungslos, ohne erkennbare Verletzungen, neben ihm. Er rief umgehend die Rettungskräfte. Die als erstes eintreffenden Feuerwehren erkannten die Lage und pumpten sofort Sauerstoff in den Brunnen, um die Konzentration des Gases von sieben auf 25 Prozent zu steigern.

Die ebenfalls alarmierten Bergwachten kümmerten sich mit dem Notarzt um die Versorgung der Männer in der Tiefe, berichtet die Feuerwehr Neukirchen.

Landwirt tot, Sohn leicht verletzt

Während der Landwirt nur noch tot geborgen werden konnte, wurde der Sohn leicht verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Ob der Vater nach unten stieg, um nach seinem Sohn zu sehen oder ob er abstürzte müssen die Ermittlungen ergeben, erklären die Beamten. Der Kriminaldauerdienst Regensburg hat die Ermittlungen aufgenommen.

Landwirtsehepaar stirbt in Brunnenschacht

Erst Ende September starb ein Ehepaar aus dem niederbayerischen Landkreis Passau bei einem ähnlichen Unglück. Dabei verlor ein 47-Jähriger beim Abstieg in den acht Meter tiefen Schacht seines Brunnens, vermutlich ebenfalls aufgrund von Sauerstoffmangel, das Bewusstsein. Er hatte versucht, die defekte Pumpe zu reparieren. Als ihm seine Frau in den Schacht zu Hilfe eilen wollte, wurde auch sie ohnmächtig, berichtet die Polizei.

Das leblose Paar wurde am Abend auf dem Boden des Brunnens gefunden und konnte nur noch tot geborgen werden.

Mit Material von Polizeipräsidium Oberpfalz, Feuerwehr Neukirchen

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