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Schweiz

Landwirt wegen gepanschter Milch verurteilt

Milchabholung mit Tankwagen im Winter
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Eva Eckinger, agrarheute
am
05.12.2017

Ein Schweizer Landwirt hat angeblich seine Milch mit Wasser verdünnt. Nun wurde er verurteilt. Auch die Käserei fordert Geld. Er aber kann sich das Ganze nicht erklären.

Ein Landwirt aus dem Rheintal im Osten der Schweiz musste sich wegen gewerbsmässigen Betrugs vor Gericht verantworten. Wie die Zeitung NZZ Folio berichtet, soll er die Milch seiner Kühe regelmäßig mit Wasser gestreckt haben.

Laut Angaben der Käserei soll der Landwirt über 942 Hektoliter Wasser in die Milch geschüttet und damit über 41.000 Euro verdient haben.

Tankwagenfahrer entdeckt Milchbetrug

Der Betrug wurde entdeckt, als dem Tankwagenfahrer bei der Abholung die verdünnte Milch auffiel. Er meldete es umgehend der Käserei. Dort wurden zusätzliche Proben genommen, die den Verdacht bestätigten. Die Käserei zeigte den Landwirt, der im übrigen auch als Lagerist in der Firma arbeitete, an, berichtet NZZ Folio.

Neidischer Nachbar habe Wasser in Milch geschüttet

Vor Gericht aber gab der Landwirt zu Protokoll, dass er sich nicht erklären könne, wie das Wasser in die Milch gelangt sei. Er beschuldigte stattdessen eine Drittperson. Es sei vielleicht „ein neidischer Nachbar gewesen, so der Milchviehhalter laut Medienberichten. Sein Verteidiger gab laut NZZ Folio zu bedenken, dass niemand gesehen habe, wie der Beschuldigte selbst das Wasser in die Milch geschüttet habe.

Gepanschte Milch: Urteil gegen Landwirt

Der Landwirt wurde zwar vom Vorwurf des gewerbsmäßigen Betrugs freigesprochen, doch das Gericht glaubte dem Angeklagten nicht. Jedoch sei es eben nicht erwiesen, dass er die Milch über längere Zeit verdünnt habe. Für die Fälle aber, die ihm nachgewiesen werden können, erhielt er eine Geldstrafe von etwa 3000 Euro.

Doch damit nicht genug. Er verlor darüber hinaus seine Anstellung als Lagerist der Käserei. Außerdem fordere der Betrieb laut NZZ auf dem zivilen Weg 120.000 Euro zurück.

Mit Material von NZZ Folio, Schweizer Bauer, 20 Minuten.ch

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