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TV-Tipp

Landwirte am Limit: Ackern bis zum Umfallen

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Eva Eckinger, agrarheute
am
26.03.2018

Heute Abend beschäftigen sich zwei Sendungen auf Phoenix mit den aktuellen Schattenseiten der Landwirtschaft. „Ackern bis zum Umfallen“ und „Bis zur letzten Kuh“ zeigen Landwirte am Limit.

Kuhstall mit Landwirt

Heute Abend geht es auf dem TV-Sender Phoenix in zwei Dokumentationen um die dunkleren Seiten der deutschen Landwirtschaft. Ab 22:15 Uhr läuft "Ackern bis zum Umfallen? Landwirte am Limit" und im Anschluss folgt um 22:45 Uhr "Bis zur letzten Kuh. Warum viele Bauern aufgeben müssen". Beide Sendungen drehen sich um das Höfesterben und die damit einhergehend Folgen.

Wut und Kampfgeist der Landwirte

Die Reportage "Ackern bis zum Umfallen? Landwirte am Limit" begleitet zwei Betriebe bei ihrem Versuch, nicht nur zu überleben, sondern ihre Höfe in eine wirtschaftlich solide Zukunft zu steuern. Sie zeigt, was auf vielen Höfen geleistet wird, die Wut der Landwirte, ihren leidenschaftlichen Kampfgeist und unvorstellbaren Durchhaltewillen. Dabei gehen sie an ihr Limit, seelisch und körperlich.

Aber sie alle sind überzeugt: Der Kampf lohnt sich für sie und ihre Kinder, für ihre Arbeitsplätze und das Überleben des Dorfes.

Ackern am Rande der Erschöpfung

Die Filmemacher besuchten ein Landwirtsehepaar aus Nordfriesland. Sie wollen nicht aufgeben, denn sie lieben ihr bäuerliches Leben und ihren Hof. Tag für Tag, viel zu oft auch bis tief in die Nacht, ackern beide am Rande der Erschöpfung. Auch der Chef einer Genossenschaft, an der das Überleben eines ganzen Dorfes hängt, stehe mit dem Rücken zur Wand. Er sucht die Rettung in der Flucht nach vorn: Er will Fleisch aus eigener Mast selbst vermarkten. Dieses Unternehmen ist zum Erfolg verdammt, sagt er. "Sonst stehen meine Leute Mitte 2018 auf der Straße."

Krise: Höfesterben in Europa

Auch in der Reportage "Bis zur letzten Kuh. Warum viele Bauern aufgeben müssen" geht es um das Höfesterben in Europa. Mit dem Sterben der Höfe geht auch wertvolles traditionelles Wissen und eine alte bäuerliche Kultur verloren. Kritiker aber meinten laut Phoenix, dass viele Landwirte selbst daran schuld seien. Denn die Krise sei auch hausgemacht. Viele Bauernfunktionäre hätten den Landwirten jahrelang empfohlen, ausschließlich auf Wachstum zu setzen.

Stärkung der regionalen bäuerlichen Landwirtschaft

Heute hätten selbst große Betriebe Schwierigkeiten zu überleben - trotz Subventionen. Die Landwirte produzierten zu viel. Die Folge: Die Preise sind im Keller. Nicht nur bei der Milch, auch bei Fleisch und Getreide, so Phoenix.

"In den letzten Monaten sind pro Tag etwa 300 Betriebe in Europa verloren gegangen, das ist für mich eine Katastrophe!", berichtet die EU-Abgeordnete der GRÜNEN, Maria Heubuch. Sie fordert eine gerechtere Subventionspolitik und eine Stärkung der regionalen bäuerlichen Landwirtschaft. Weg von der Exportstrategie für den Weltmarkt.

Milchbauer: Kühe müssen zum Schlachthof

"Bis zur letzten Kuh" begleitet unter anderem auch einen Milchbauern aus Mecklenburg. Er hatte von seinen Milchkühen gut leben können. Die Molkereien zahlten angemessene Preise.

Doch er wollte weiter wachsen, hat seinen Stall mit hohen Krediten vergrößert. Dann ist der Markt eingebrochen. Jetzt kann der Bauer die Kredite nicht mehr tilgen, von den geringen Einnahmen nicht mehr leben, seine letzten Kühe müssen zum Schlachthof.

Mit Material von Phoenix

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