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Dorf und Familie

Landwirte am Pranger, FDP-Agrarcheck, Kartoffelmarkt

Externer Autor
am
12.07.2013

Ist es ok, dass die Grünen Betriebe mit "Massentierhaltung" öffentlich machen? Was verspricht die FDP den Wählern? Wie entwickelt sich der Kartoffelmarkt? Der landlive-Wochenrückblick.

Kartoffelmarkt-Entwicklung bleibt spannend
 
acriculture schreibt: "Mit einer zeitlichen Verzögerung von bis zu vier Wochen konnten 2013 die Kartoffeln erst gelegt werden. Dadurch kommt auch in der Pfalz, dem traditionell ersten Lieferanten von Frühkartoffeln, die Ernte nur zögerlich in Gang. Das unbeständige Wetter in diesen Tagen mit wiederholtem Regen hat zudem viele Böden und Kartoffeldämme verschlemmt, sodass die Ernte nur schleppend vorangeht. An den Ladentheken des Lebensmitteleinzelhandels muss derzeit noch vorwiegend ausländische Ware verkauft werden, was für diese Jahreszeit eher untypisch ist. Die bisherigen Erntemengen an Frühkartoffeln sind regional sehr unterschiedlich. In der Pfalz und auch in Niedersachsen sind die Erträge unterdurchschnittlich, während die rheinischen Kartoffelbauern über gut stehende Kartoffelbestände berichten. Aktuell liegen die Erzeugerpreise für Speisefrühkartoffeln bei 65 bis 75 Euro / Dezitonne und damit doppelt so hoch wie vor einem Jahr. Gründe dafür sind unter anderem die verspätete Ernte in diesem Jahr."
Kasparow
meint: "Glaube auch , dass es kein gutes Kartoffeljahr wird. Von der Qualität her ist es noch ok , aber die Masse fehlt. Die haben viel zu wenig angesetzt. Die 65 -75 €/dt hast aus dem Wochenblatt ? Da steht oft viel drin, aber ich möchte den sehen, der das wirklich zahlt."
Kartoffelbluete ergänzt: "Die Jahre mit den schlechteren Kartoffelerträgen sind für die Kartoffelerzeuger am Ende, wenn man Menge mal Preis addiert, immer die Besten gewesen!"
Alle Beiträge hier:          https://agrarheute.landlive.de/boards/thread/54017/page/1/

Bündnis 90/Die Grünen stellen Landwirte an den Pranger

"Das empfinde ich schon als Hammer, die Grünen sind eigendlich nicht wählbar" empört sich Matthias und postet folgenden Link: [www.massentierhaltung-sachsen.de] Auf die Frage von Lila87: "Was genau stört dich daran?" antwortet er: "Ganz einfach, die Menge der Tiere sagt rein gar nichts darüber aus, wie die Tiere gehalten werden und wie es den Tieren geht, ob sie gesund sind. Ich kenne einige Betriebe persönlich, da sind sogar Familienbetriebe drunter. Die Betriebe werden auf der Karte im negativen Sinne zur Schau gestellt und angeprangert, nur weil ein paar Gutmenschen der Meinung sind, viele Tiere gleich Quälerei..."
altilla ergänzt: "Ich finde es gar nicht gut, dass man den Standort, die Tierplätze und damit vieles des Betriebes Preis gibt. Gilt den Datenschutz nicht auch für Agrarbetriebe?"
Kartoffelbluete meint: "Vieleicht wäre es im nachhinein gesehen besser gewesen, wir Landwirte hätten die Grünen mit einer Parteimitgliedschaft unterwandert, anstatt sich immer von Ihnen zu distanzieren und zu glauben, mit denen braucht man nicht zu reden. Wenn wir dann in den Parteitagen mit entsprechender Anzahl und rhetorisch gut vorbereitet aufgetreten wären, hätte man vielleicht so manches in die richtige
Richtung lenken können."

Agrarcheck 2013: FDP

Die Agrar_heute_redaktion stellt in ihrem Agrarcheck zur Bundestagswahl 2013 diesmal die FDP zur Diskussion. [www.agrarheute.com].
Lobbylandwirt antwortet: "Super! Deswegen werde ich FDP wählen! Goldmann als Agrarminister wäre ein Traum! Ab Punkt 7 wirds richtig gut!"
Kone
hält dagegen: "Dank der FDP wurde die Solarbranche gegen die Wand gefahren. Für mich daher unwählbar!"
Lobbylandwirt
kontert: "Altmeier ist von der CDU. Die Solarbranche macht immer noch Umsätze. So ist das halt, wenn man bestimmte Dinge überfördert, schlägt es danach in die andere Richtung aus."
DWEWT gibt zu bedenken: "FDP-Wähler könnten nach dem 22.09. zu der Erkenntnis gelangen, dass sie vergeblich gewählt haben. Übrigens, die FDP möchte die ldw. Förderung auf Null fahren. Dagegen wäre nichts einzuwenden, wenn man auch die Subs für Ernergiekonzerne, Ärzte, Rechtsanwälte und alle, die nach Gebührenordnung abrechnen, von diesen Privilegien "befreien" würde. Mir fällt die Einsicht in die Notwendigkeit,  mich von einer absoluten Minderheitenpartei mitregieren lassen zu müssen, sehr schwer."
The_Fox
schreibt: "Ich finde die FDP hat in den letzten vier Jahren gar nicht so schlechte Arbeit geleistet. Zumindest in Sachen Wirtschaft hat sie genau das getan, was man von einer liberalen Partei erwartet: gar nichts." 

Zweitfrucht Sommertriticale GPS

Dorado86 fragt: "Hallo, da bei uns Pachtflächen so knapp sind wie Ölquellen, will ich Alternativen ausprobieren. Ich dachte da an Sommertriticale nach Wintergerste, ich möchte nach der Gerste einmal grubbern und dann mit Kreiselegge und Sämaschine die Triticale drillen. Reicht die Vegetationszeit für eine vernünftige Entwicklung der Triticale?
Ist sie für die Verfütterung an Mastbullen geeignet?" 
greenZebra meint dazu: "Das haben wir auch schon ausprobiert, war nicht wirklich der Brüller.  Mach vernünftiges Kleegras oder einfach einjähriges Weidelgras, bist du besser mit bedient"
Auch wildporki sieht es so: "Anbei ein Link zur Kostenstruktur: [www.praxisnah.de] Für die Bullenmast würde ich auch ein (Klee)gras nehmen... ersten Schnitt im Herbst, zweiter im Frühjahr und dann Mais. Ich meine, wenn du dadurch Fläche einsparen kannst, ist das für dich doch schon eine positive Bilanz. Ansonsten... wir wollen dieses Jahr mal auf 10 ha Sommergerste nach Sommergerste ausprobieren (wenns die Witterung hergibt)... Zuerst schon Körner ernten und der zweite "Schnitt" Anfang Oktober für die BGA. Kalkulatorisch bleibt eine schwarze Null.... das bedeutet, dass Substrat ist für "umsonst". Mal gucken... der Renner wirds wohl nicht, aber Mais wird 2013 auch nicht billiger."

Erhaltungskalkung - wieviele pH-Messungen sinnvoll ?

Moseff möchte folgendes wissen: "Bei uns in Österreich haben wir keine verpflichtenden Bodenproben. Auf rund 25 ha bringen wir alle vier Jahre Kalk aus, um Bodenstruktur und pH-Wert zu regulieren. Die Flächen werden intensiv mit Mineraldünger gedüngt. Die FF ist WW-RA-WW-Mais (ZF AB). Wir liegen auf 400 m Seehöhe mit 600 mm NS in Ostösterreich mit eher schweren Böden. Werde eine pH-Messung mittels Indikatorflüssigkeit machen. Jede Messung kostet etwa 40 Cent. Wie oft würdet ihr messen? Dachte an alle vier Jahre jeweils vor der Kalkung eine Probe je Hektar in 20 cm Tiefe."
Kone empfielt: "Alle vier bis fünf Jahre, dann weisst du auch, wieviel Kalk deine Böden benötigen."
Altilla ergänzt: "Eine Probe pro Hektar ist nur dann ausreichend, wenn die Fläche sehr gleichmässig ist. Ansonsten sind mehrere sinnvoll, da eben der Boden und der Ertrag stark anders sind. Dann kann man die Kalkgabe auch anpassen! Alle vier Jahre ist in Ordnung."

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https://agrarheute.landlive.de/boards/thread/53981/page/1/

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