Login
Politik EU

Landwirte setzen freiwillig auf Umweltschutzmaßnahmen

von , am
12.07.2012

Deutsche Landwirte führen verstärkt Agrarumweltmaßnahmen aus. Daher will sich der Deutsche Bauernverband für eine weitere Steigerung der Umweltmaßnahmen bei der GAP-Reform einsetzen.

Blühstreifen: Die Agrarumweltmaßnahme kann sich betriebswirtschaftlich und finanziell rechnen. © Mühlhausen/landpixel
Aus Berichtszahlen des Bundeslandwirtschaftsministeriums geht laut Deutschen Bauernverband (DBV) hervor, dass auf fast einem Drittel der landwirtschaftlichen Fläche Deutschlands besondere Agrarumweltmaßnahmen durchgeführt werden. 577 Millionen Euro werden für diese Agrarumweltmaßnahmen aufgewendet, ein knappes Viertel davon erhielten Betriebe des ökologischen Landbaus. Spitzenreiter bei der Anzahl der geschlossenen Verträge sind die Bundesländer Baden-Württemberg (134.960 Verträge) und Bayern (85.344 Verträge.
 
Der Bauernverband will sich daher für eine weitere Steigerung der Agrarumweltmaßnahmen bei der Reform der gemeinsamen Agrarpolitik 2014 bis 2020 einsetzen, unter anderem durch eine Wiedereinführung der seit 2007 entfallenen Anreizkomponente.

Teilnahme soll freiwillig bleiben

Im Vordergrund der Agrarumweltprogramme stehen vor allem Projekte des aktiven Klimaschutzes, der Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit, zur biologischen Vielfalt und zum Gewässerschutz durch verringerten Dünge- und Pflanzenschutzmitteleinsatz, so der DBV Etwa ein Viertel der von Deutschland genutzten Fördermittel aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) werden zur Förderung der Umweltmaßnahmen verwendet. Ein wichtiges Argument für die Landwirte sei die freiwillige Teilnahme an einem Agrarumweltprogramm, betont der Bauernverband.
Auch interessant