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Frauen in der Landwirtschaft

Als Landwirtin in Georgien

Baia-Abuladze-Georgien
am Freitag, 14.02.2020 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

Die Rolle der Landwirtin ist international unterschiedlich. Wir haben Baia Abuladze (26) aus Georgien zu ihrer Situation befragt.

Auf was für einem Betrieb arbeiten Sie?

Unsere Familie bewirtschaftet ein Weingut mit zahlreichen Weinbergen.

Welches sind Ihre Hauptaufgaben auf den Betrieben?

Meine Schwester und ich sind beide Winzerinnen und führen das Unternehmen gemeinsam.

Fühlen Sie sich als Frau in der Agrarbranche akzeptiert?

Ja sehr. Unsere Kunden lieben, was wir tun und stellen hunderte Fragen rund um die Winzerei und Dinge, die Trauben oder Wein betreffen. Wahrscheinlich mögen sie einfach den Geschmack und die Qualität unseres Weins. Und auch unter den Berufskollegen fühle ich mich akzeptiert.

Welche Rolle spielt die Diskrepanz zwischen den Geschlechtern in Ihrem Land?

In meinen Augen keine so große. Meine Schwester und ich führen die Familientradition fort, wahrscheinlich ist es genau das, was gut ankommt. Tatsächlich gibt es mehrere Frauen in unserem Alter, die verschiedenste landwirtschaftliche Unternehmen führen. Darauf sind wir sehr stolz.

Verdienen Sie das Gleiche wie Ihre männlichen Berufskollegen?

Ja.

Können Sie mit Ihrem Gehalt Ihre Familie ernähren?

Ja, allerdings fließt das meiste Geld wieder direct in die Weinberge. So schaffen wir uns bessere Möglichkeiten, unser Einkommen zu erhöhen.

Halten Sie die Ausbildung von Landwirtinnen in Ihrem Land für ausreichend?

Ich denke, wir müssen im Bereich der Biolandwirtschaft mehr über die modernen Wirtschaftsweisen lernen. Meine Schwester hat ein Masterstudium in Agrarwissenschaften abgeschlossen, seitdem wissen wir, wie unsere Trauben noch besser wachsen. Üblich ist das allerdings nicht.

Sind Sie stolz darauf, in der Landwirtschaft zu arbeiten?

Ich bin sehr stolz darauf, richtig angefixt und glücklich.

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