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Politik national

Landwirtschaft und Gartenbau jetzt im MAP berücksichtigt

von , am
03.03.2010

Berlin/Bonn - Nach mehrjähriger Blockade hat das Bundesumweltministerium jetzt doch die Teilnahme der Land- und Forstwirtschaft am Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien (MAP) ermöglicht.

© Bruce Shippee/fotolia

Wie das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) vergangene Woche mitteilte, können land- und forstwirtschaftliche sowie gartenbauliche Betriebe Anträge auf Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt stellen. Für diese gelte das zweistufige Antragsverfahren, das heißt der Antrag muss vor der Investition gestellt werden. Über das MAP werden jährlich bis zu 500 Millionen Euro an Investitionszuschüssen vergeben.

Bisher entschieden sich die Investoren dabei vor allem für Solarwärme-, aber auch für Erdwärmeanlagen, während Holzheizungen nur eine vergleichsweise geringe Rolle spielten.Dies könnte sich mit der Öffnung des Programms für die Urproduktion nun ändern. "Ein Dauerbrenner in den politischen Gesprächen mit dem Bundesumweltministerium kommt endlich zu einem guten Abschluss", erklärte der Präsident des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG), Heinz Herker, in Reaktion auf die Bafa-Mitteilung. Mit der Öffnung des Marktanreizprogramms auch für die landwirtschaftliche Primärproduktion habe der ZVG einen Erfolg erzielt, der nicht nur dem Gartenbau, sondern der gesamten Landwirtschaft zugutekomme.

Für künftige Programme am Ball

Das Bundesumweltministerium hatte lange Zeit beihilferechtliche Bedenken geltend gemacht, die letztendlich erst durch eine Stellungnahme des Bundeswirtschaftsministeriums ausgeräumt werden konnten, so dass jetzt schließlich eine bereits vor rund einem Jahr vorgenommene Änderung der MAP-Fördergrundsätze auch in die Praxis umgesetzt werden kann. Heinrich Hiep, Vorsitzender des Bundesverbandes Zierpflanzen (BVZ), der zuletzt bei der Parlamentarischen Staatssekretärin im Umweltressort, Ursula Heinen-Esser, Bewegung in der Sache gefordert hatte, äußerte sich zufrieden mit dem Ergebnis und bedankte sich für die Unterstützung des Bundeslandwirtschaftsministeriums. "Für die Branche ist das aus ökologischer und ökonomischer Sicht ein wichtiger Schritt, denn damit wurde die Grundlage geschaffen, auch in Zukunft Förderprogramme des Umweltministeriums für den produzierenden Gartenbau zu beanspruchen", betonte Hiep. (AgE)

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