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Wirtschaft

Landwirtschaft in der Presse

hek
am
12.09.2014

Einkommen des neuen EU-Agrarkommissars - Russlands Importstopp - Brandenburgs Ministerpräsident Woidke im Portrait - Ackerland als Geldanlage - die Landwirtschaft in der Presse in der Kalenderwoche 37.

 
Mit dem neuen EU-Agrarkommissar Phil Hogan beschäftigt sich die Irish Times (11. Sep):

"Minister for Agriculture and Fine Gael colleague Simon Coveney said it was a "very significant announcement for Ireland and is recognition of the role the Irish presidency played in securing a Common Agricultural Policy (CAP) agreement last year".
Übersetzung: Der irische Landwirtschaftsminister Simon Coveney sagte, es wäre eine ganz wesentliche Ernennung für Irland und eine Anerkennung der Rolle, die das Land während seiner Präsidentschaft im letzten Jahr bei der Ausgestaltung der GAP-Reform einnahm.

Welches Salär Phil Hogan als EU-Agrarkommissar verdienen wird, darauf geht thejournal.ie (11. Sep) ein:

"EU Commissioner Phil Hogan will earn a grand total of 336,446.65 Euro this year, before tax, as well as expenses to cover his move to Brussels."
Übersetzung: EU-Agrarkommissar Phil Hogan wird insgesamt 336.446,65 Euro vor Steuern im Jahr verdienen, dazu kommen noch Aufwandsentschädigungen für seinen Umzug nach Brüssel.
Zur Russlandkrise und den damit einhergehenden Wirtschaftssanktionen zitiert die Neue Osnabrücker Zeitung (08. Sept) die russische Zeitung Wedomosti:

"Medwedew warf dem Westen vor, mit Strafmaßnahmen gegen Russland die internationale Sicherheit zu gefährden. "Die Wirtschaftssanktionen gegen uns haben politische Folgen, die schlimmer sind als irgendwelche Exportbeschränkungen", sagte der frühere Staatspräsident der russischen Zeitung Wedomosti. [...] Mit "Dutzenden Milliarden Rubel" unterstütze Moskau etwa den Treibhausgemüseanbau und die Milchviehzucht. "In russischen Geschäften sollten russische Produkte eine würdige Stelle einnehmen", sagte Medwedew."
Die Mittelbayerische Zeitung (10. Sep) schreibt über die geplanten Schlachthofschließungen von VION in Straubing und Pfarrkirchen:

"Mit dem geplanten Aus für die Schlachthöfe in Pfarrkirchen und Straubing geht der Konzentrationsprozess im Fleischsektor auch in Bayern weiter. [...] Die Tendenz zu wenigen, spezialisierten, großen Schlachtstätten in der Hand weniger Großkonzerne schwächt auch die Marktposition der Landwirte und die mittelständischen Verarbeitungsstrukturen, das Metzgerhandwerk. Der Fleischmarkt baut heute im Wesentlichen auf der Exportorientierung auf."
Die Eröffnung der Landwirtschaftsausstelllung MeLa in Mecklenburg-Vorpommern wurde erstmals von protestierenden Tierschützern begleitet. Dazu meldet der Güstrower Anzeiger (11. Sep):

"Am Rande des Messegeländes zeigten Vertreter des Tierschutzbundes und des Netzwerks 'Bauernhöfe statt Agrarbetriebe' großformatig Ausschnitte aus Filmen, die Tierhalter unerkannt vom Töten nicht lebensfähiger Ferkel aufgenommen hatten.
Agrarminister Till Backhaus (SPD) sagte bei der Eröffnung der MeLa, er wolle solche Bilder nicht mehr sehen. "Ich wünsche mir, dass es zu einem Umdenken hin zu einer dem Tierschutz verpflichteten Landwirtschaft kommt". Während sich der Minister für das Verbandsklagerecht des Tierschutzbundes im Land einsetzt, lehnt Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) dies ab."
 
Am Wochenende wählt Brandenburg einen neuen Landtag. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) ist Landwirtssohn, war vorher Agrarminister des Bundeslandes und übernahm das Amt vor einem Jahr von Matthias Platzeck. Die Stuttgarter Zeitung (10. Sep) widmet ihm ein Portrait:

"Als Woidke nun vor einem Jahr übernahm, da war er zweierlei: Erstens seit 2004 erst Landwirtschafts- und dann Innenminister in Platzecks Kabinett. Zweitens der Mehrheit der Brandenburger und erst recht der Deutschen unbekannt. Und jetzt? Jetzt müsste schon ein Wunder passieren, damit der neue Ministerpräsident des Landes nicht auch Woidke heißt."
 
Mit dem Erwerb von Ackerland als Anlageform beschäftigte sich in dieser Woche die Frankfurter Allgemeine Zeitung (09. Sept):

"Farmland ist sicherlich nicht für jeden Anleger geeignet. Man muss Geld mitbringen, Geduld haben und akzeptieren, dass Farmland eine wenig liquide Anlageform darstellt, die nicht täglich an der Börse verkauft werden kann. Gleichwohl hat auch in Europa das Interesse an Boden zugenommen, begünstigt durch die Euro-Krise und niedrige Renditen für Anleihen."
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