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Vor Gericht

Landwirtschaftliche Wirtschaftswege: Streit um den Unterhalt

Urteil Gericht
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Anke Fritz, agrarheute
am
08.09.2016

Nahe Hildesheim streiten Landwirte um die Unterhaltskosten eines Wirtschaftsweges. Die Fronten sind derart verhärtet, dass der Fall vor dem Verwaltungsgericht landet.

Die Idylle von Mais- und Getreidefeldern bei Nordstemmen nahe Hildesheim trügt. Ein großer Kieshaufen, Strohballen und Baumstämme blockieren den Wirtschaftsweg zwischen Klein Escherde mit 490 Einwohnern und Groß Escherde mit 700 Einwohnern. Kein Durchkommen gibt es für Autos und Traktoren, die gerade jetzt zur Erntezeit wieder unterwegs sind.

Im Streit um Unterhaltskosten für den einspurigen, asphaltierten Weg versperrten Landwirte vor einem Jahr die Durchfahrt. Die Fronten sind derart festgefahren, dass nur für Fußgänger und Radfahrer ein Durchlass freigeräumt wurde. Bisher letzte Eskalationsstufe: Einer der Streithähne zog vor das Verwaltungsgericht.

Belieferung der Biogasanlage ärgert Landwirte

"Es geht um Unterhaltskosten, einer, der nicht im Dorf wohnt, war nicht bereit, dazu beizutragen", erklärt Ortsbürgermeisterin Jutta Hartmann (CDU). Die Landwirte in Groß Escherde müssten den Weg in Ordnung halten und bezahlten eine Umlage nach Hektar. So einfach, so klar.

Wäre da nicht die Biogas-Anlage in Klein Escherde, deren Belieferung immer auch über den Weg lief, ohne dass es Ärger gab. Als dann jedoch die Anlieferung von Mais zunahm, wollte der Verband der Landwirte einen Zuschuss vom Kollegen in Klein Escherde. Der aber stellte auf stur, wollte nicht zahlen. "Der Vorstand des Verbandes hat eine Versammlung abgehalten und beschlossen, wir machen den Weg zu", fasst Hartmann den Gang der Dinge zusammen.

Streit um Unterhalt bleibt eine Ausnahme

Landwirtschaftliche Wirtschaftswege wie bei Nordstemmen, unterhalten von den Bauern oder Kommunen, gibt es viele, auf 56.000 Kilometer schätzt das Landwirtschaftsministerium in Hannover das Netz asphaltierter oder lediglich geschotterter Verbindungen in Niedersachsen.

Streit um den Unterhalt sei aber selten, meint die Sprecherin des Landesbauernverbandes, Gabi von der Brelie. "Das läuft im Allgemeinen recht gut." Dass Landwirte den Unterhalt der zu ihren Feldern führenden Wegen selber in die Hand nehmen, sei oft auch günstiger. In Eigenleistung brächten die Bauern manches selbst in Ordnung.

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