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Politik international

Landwirtschaftsausschuss will erste und zweite Säule erhalten

von , am
17.06.2010

Straßburg - Der Landwirtschaftsausschuss des Europäischen Parlaments hat seine Rahmenbedingungen für die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2013 festgelegt und sich dabei für einen Erhalt der Direktzahlungen ausgesprochen.

© Mühlhausen/landpixel

In Straßburg legte jetzt der Landwirtschaftsausschuss des Europäischen Parlaments seine Rahmenbedingungen für die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik fest. Der Ausschuss sprach sich sowohl für den Erhalt der Direktzahlungen (erste Säule) wie auch der Unterstützung für die ländliche Entwicklung (zweite Säule) aus.

Zentrale Themen: Nachhaltiges Wachstum und Lebensmittelsicherheit

Im Mittelpunkt der Landwirtschaftspolitik müssen die Lebensmittelversorgungssicherheit mit qualitativen Agrarprodukten und ein nachhaltiges Wachstum stehen, das die Umwelt schütze und zum Klimaschutz beitrage. "Wir wollen das Europäische Modell der Landwirtschaftspolitik erhalten, das den Landwirten eine langfristige Perspektive bietet und somit die Versorgung der Bevölkerung mit qualitativen Nahrungsmitteln sichert. Zudem sichert die Landwirtschaftspolitik Arbeitsplätze im ländlichen Raum und erhält die Kulturlandschaft", betonten der Koordinator der EVP-Fraktion im Landwirtschaftsausschuss des Europäischen Parlaments, Albert Deß (CSU) und der CDU Abgeordnete Markus Pieper.

Ausschuss will mehr Forschung und Modernisierung

Die breite Zustimmung im Ausschuss zu dem Bericht sende ein starkes Signal an den EU-Ministerrat und die Kommission. Zur Sicherung eines nachhaltigen und umweltverträglichen Wachstums sprach sich der Ausschuss für eine Modernisierung und eine verstärkte Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft aus. Außerdem soll es mehr Investitionen in Forschung und Entwicklung im Agrarsektor geben.

Sicherheitsnetz soll Marktschwankungen abfedern

Zudem forderte er ein Sicherheitsnetz für die Landwirte zur Abfederung von zu starken Marktschwankungen. Nötig sei zudem eine Vereinfachung der EU-Regeln für die Agrarzahlungen, um vor allem kleine Familienbetriebe zu entlasten. (pd)

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