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Politik national

Landwirtschaftsministerin Höfken: Wertschöpfung verbessern

von , am
20.05.2011

Mainz - Seit Mittwoch ist Ulrike Höfken (Die Grünen) im Amt als Landwirtschaftsministerin in Rheinland-Pfalz. Mit agrarheute.com sprach sie über ihre Pläne.

Ulrike Höfken und Joachim Rukwied lehnen den von der EU-Kommission vorgelegten Vorschlag einer Reform der Öko-Verordnung ab. © Kerstin Bänsch
Am Mittwoch wurde Ulrike Höfken (Bündnis 90/Die Grünen) zur Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten in Rheinland-Pfalz ernannt. Die 55-jährige war im Bundestag viele Jahre Vorsitzende des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Die Diplom-Agraringenieurin war in ihrem gesamten beruflichen Leben im Agrarbereich beschäftigt. Sie hat selbst Gemischtbetrieb mit Ackerbau, Schweinezucht und –mast zuerst konventionell, später ökologisch bewirtschaftet. 17 Jahre lang hat sie sich parlamentarisch mit Themen befasst, die sie jetzt als Ministerin verantworten wird. Außerdem arbeitet sie ehrenamtlich und freiberuflich in der Landwirtschaft.
 
Wertschöpfung und Qualität verbessern
 
Im Interview mit agrarheute.com sprach Ulrike Höfken über ihre Pläne im neuen Amt. "Das Wichtigste ist, dass mehr Wertschöpfung auf die bäuerlichen Betriebe ankommt." Weitere Schwerpunkte, die sie setzten will liegen in den Bereichen Regionalität, Ökolandbau sowie Energiedienstleistungen. "Da sind noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft", erklärt sie im Gespräch. Die Neuausrichtung der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) wird auch die Landespolitik in Rheinland-Pflanz bestimmen. Obwohl es oft vorbehalte gegenüber 'grünen' Landwirtschaftsministern gibt, ist Ulrike Höfken zuversichtlich: "Die Landwirte kennen mich bereits und haben nichts zu befürchten." Im Gegensatz zu ihrem Vorgänger Hendrik Hering (SPD) will Ulrike Höfken keine reine Rohstoffproduktion in Rheinland-Pfalz, sondern die Schwerpunkte in Richtung Wertschöpfung und Qualität verändern. "Es gibt viel zu tun", freut sich die neue Ministerin über ihr Amt.
 
Landwirte spielen große Rolle für Energieversorgung
 
In der Debatte über die Neuausrichtung Für die Neuausrichtung des EEG ist sich Ulrike Höfken sicher: „Die Landwirte werden eine sehr große Rolle in der dezentralen Energieversorgung spielen.“ Wichtig ist Ihr dabei, dass manche Fehlentwicklungen der schwarz-gelben Bundesregierung – insbesondere im Bereich Biogas- zurückgeschraubt werden.
 
Das ganze Interview mit der neuen Landwirtschaftsministerin in Rheinland-Pfalz, Ulrike Höfken, können Sie hier anhören. mehr...
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