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Umwelt

Laubholzbockkäfer bedroht Gehölze

von , am
08.07.2013

Die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft macht auf zwei Bockkäfer-Arten aufmerksam, die derzeit die Gehölze bedrohen. Die Käfer greifen vor allem gesunde Bäume an und sind kaum ausrottbar.

Zwei Bockkäfer-Arten, der Asiatische Laubholzbockkäfer (Anoplophora glabripennis) und der ähnlich aussehende der Citrusbockkäfer (Anoplophora chinensis), bedrohen als eingeschleppte Schädlinge unsere Laubgehölze. Die Larven dieser Käfer fressen dicke Bohrgänge ins Holz. Im Gegensatz zu einheimischen Bockkäfern, die nur stark geschwächte bzw. bereits abgestorbene Bäume besiedeln, suchen sich die aus dem asiatischen Raum eingeschleppten Käfer gezielt völlig gesunde Bäume aus. Das macht die Käfer zu überaus ernstzunehmenden Schädlingen. Wo sich einmal die Käfer etabliert haben ist eine Ausrottung kaum mehr möglich.
 

Käfer sind melde- und bekämpfungspflichtig

In Deutschland gibt es seit 2004 zwei Befallsherde, die immer noch nicht sicher getilgt sind. Ende vorigen Jahres kam ein dritter Fundort Feldkirchen (Bayern) hinzu. Der Asiatische Laubholzbockkäfer schädigt in den oberen Baumbereichen, der Citrusbockkäfer dagegen im Stammfuß- und Wurzelbereich von Gehölzen. Sie bevorzugen Ahorn, Pappel, Weide und andere Laubgehölze mit weichem Holz. Die beiden Bockkäfer-Arten sind europaweit als Quarantäneschädlinge klassifiziert, d.h. sie sind melde- und bekämpfungspflichtig. In den Befallsgebieten müssen, um eine Ausbreitung zu verhindern, alle befallenen Bäume sowie Gehölze in unmittelbarer Umgebung gerodet und unverzüglich geschreddert werden.

Käfer sind melde- und bekämpfungspflichtig

In Deutschland gibt es seit 2004 zwei Befallsherde, die immer noch nicht sicher getilgt sind. Ende vorigen Jahres kam ein dritter Fundort Feldkirchen (Bayern) hinzu. Der Asiatische Laubholzbockkäfer schädigt in den oberen Baumbereichen, der Citrusbockkäfer dagegen im Stammfuß- und Wurzelbereich von Gehölzen. Sie bevor- zugen Ahorn, Pappel, Weide und andere Laubgehölze mit weichem Holz. Die beiden Bockkäfer-Arten sind europaweit als Quarantäneschädlinge klassifiziert, d.h. sie sind melde- und bekämpfungspflichtig. In den Befallsgebieten müssen, um eine Ausbreitung zu verhindern, alle befallenen Bäume sowie Gehölze in unmittelbarer Umgebung gerodet und unverzüglich geschreddert werden.

Thüringen bittet um Mithilfe

Eingeschleppt wurden die Käfer bisher entweder mit Verpackungsholz an Lieferungen aus Asien (z.B. Holzpaletten) oder mit importierten Gehölzen (z.B. Fächerahorn) asiatischer Herkunft. Selbstverständlich werden solche Importe durch den Pflanzenschutzdienst streng kontrolliert; aber eine Einschleppung der Käfer ist nie völlig auszuschließen.
 
Um Ihre persönliche Mithilfe wird gebeten! Bitte melden Sie umgehend, wenn Sie verdächtige Käfer oder kreisrunde fingerdicke Ausbohrlöcher an Laubgehölzen (insbesondere an Ahorn) feststellen. Gern können Sie auch Fotos an den Pflanzenschutzdienst Thüringen senden: pflanzengesundheit@tll.thueringen.de oder sich teöefonisch unter  0361 55068131 melden.
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