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Wolfsmanagement

Lausitzer Problemwolf: Tierschützer stoppen Abschusserlaubnis

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Katharina Krenn, agrarheute
am
06.11.2017

Umweltschützer haben die Abschusserlaubnis des Lausitzer Problemwolfs per Eilantrag vorerst gestoppt. Nun muss das Verwaltungsgericht entscheiden.

Anscheinend hat das Landratsamt Bautzen die Ausnahmegenehmigung zum Abschuss des Wolfs auf dem Rosenthaler Rudel wieder außer Vollzug gesetzt. Das geht aus einem Fax des Landratamts an das Verwaltungsgericht Dresden hervor, das der taz laut eigenen Angaben vorliegt. Eine Sprecherin des Gerichts habe die Angaben bestätigt.

Grüne Liga erhebt Einspruch gegen Genehmigung

Grund für die Vollzugspause ist ein Eilantrag Umweltorganisation Grüne Liga. Die grüne Liga hält die Abschussgenehmigung mit dem europäischen Naturschutzrecht nicht vereinbar. Zuerst müssten andere Alternative wie Vergrämung versucht werden, so die Meinung der Naturschützer. Auch im Herdenschutz gebe es noch Verbesserungsmöglichkeiten. Das Landesamt wolle nun die Entscheidung des Verwaltungsgerichts abwarten. Damit sei in einigen Wochen zu rechnen, sagte laut taz-Bericht Andreas Lukas, Anwalt des Verbands.

Hintergrund

Trotz Herdenschutz kam es in der Oberlausitz immer wieder zu gravierenden Nutztierrissen durch einen Wolf aus dem Rosenthaler Rudel zu. Ende Oktober - nachdem erneut trotz Elektrozaun und Flatterband Schafe bei Rosenthal einer Wolfsattacke zum Opfer fielen, gab das sächsische Umweltministerium dem Druck des Landkreises nach und erteilte eine Abschusserlaubnis.

Mit Material von taz
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