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Politik EU

LBV will Gleichbehandlung der Landwirtschaftsbetriebe

von , am
07.09.2011

Teltow - Die Kappung der Direktzahlungen im Zuge der GAP stößt beim brandenburgischen Fachausschuss Agrarpolitik auf großes Unverständnis.

Das Bundesagrarministerium prämiert Bio-Betriebe mit besonderen Ideen. © Europa.eu
Der Fachausschuss Agrarpolitik des Landesbauernverbandes Brandenburg e.V. (LBV) befasste sich letzten Donnerstag intensiv mit der Zukunft der Agrarpolitik nach 2013. Vor allem Pläne, die Direktzahlungen zu kappen, stoßen in dem Ausschuss auf großes Unverständnis. In den vergangenen 20 Jahren wurden vielseitige Betriebe aufgebaut und sichere Arbeitgeber im ländlichen Raum geschaffen. Nun wird dies von der EU-Kommission nahezu vollständig missachtet, obwohl gerade stabile ländliche Räume ein Anliegen der EU-Agrarpolitik sind. Man habe den Eindruck, so Ausschussvorsitzender Henrik Wendorff, dass die EU-Agrarpolitik die Orientierung verloren habe und sich populistischen Forderungen nach einer Kappung der Zahlungen anschließe, ohne die Folgen zu bedenken.
 
Kappung führt zu wirtschaftlicher Schwächung vieler Betriebe
 
Einfache Lösungen wie die derzeitige, jeden Hektar gleich zu behandeln, sollen neuen bürokratischen Monstern und Ungerechtigkeiten geopfert werden, so die Meinungen. Es entsteht der Eindruck, dass die hiesigen EU-Agrarstrukturen politisch von der Kommission nicht gewollt sind. Zu bedenken ist auch, dass eine wirtschaftliche Schwächung der Betriebe durch die Kappung der Direktzahlungen den weltweit agierenden Kapitalanlegern und Großinvestoren in die Hände spielt, die dann in Not geratene Betriebe leicht übernehmen könnten. Diese Ansicht und die Sorge um die Stabilität der Betriebe und des Ländlichen Raumes wurde auch dem EU-Abgeordneten Nobert Glante mit auf den Weg gegeben, der betonte, kein Anhänger der Kappungspläne zu sein.
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