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Ernährung und Gesundheit

Lebensmittelproduktion bis 2050 verdoppeln

Externer Autor ,
am
22.09.2009

Frankfurt/Brüssel - Die Menge der weltweit produzierten Lebensmittel muss nach einer Studie bis 2050 verdoppelt werden, um die Weltbevölkerung ernähren zu können.

© drx/Fotolia

Hintergrund sei das rasche Bevölkerungswachstum, heißt es in der Untersuchung der Deutschen Bank, die gestern in Brüssel veröffentlicht wurde. Der Studie zufolge wird die Weltbevölkerung bis 2050 von derzeit sechs auf neun Milliarden Menschen ansteigen.

Außerdem werde diese Bevölkerung wohlhabender sein und höhere Ansprüche an ihre Ernährung stellen. So würden in Zukunft mehr Fleisch- und Milchprodukte konsumiert, für die mehr Tierfutter hergestellt werden müsse. In Indien und China lasse sich dieser Trend bereits beobachten. Die steigende Nachfrage kann der Studie zufolge durchaus bewältigt werden, obwohl derzeit laut Vereinten Nationen rund eine Milliarde Menschen hungere.

Steigerung der Lebensmittelherstellung

"Es gibt genug Lebensmittel auf der Welt, sie sind nur sehr ungleich verteilt", schrieb Claire Schaffnit-Chatterjee, Autorin der Studie. Erschwert werde die Steigerung der Lebensmittelherstellung aber vor allem durch den Klimawandel und eine zunehmende Verschlechterung der Bodenqualität durch den Anbau von Monokulturen. Kleinbauern in Entwicklungsländern werden in Zukunft eine wichtige Rolle für die Versorgung der Menschen übernehmen, hieß es weiter. Denn die Bevölkerung wird Wissenschaftlern zu Folge hauptsächlich in den Entwicklungsländern wachsen.

Entwicklungsländer mit Geld fördern

Damit die dortigen Landwirte dieser Herausforderung überhaupt gewachsen seien, müssten sie zunächst Zugang zu Geld, funktionierenden Märkten und Bildung haben. Dieses Konzept funktioniere jedoch nur, wenn es durch entsprechende Maßnahmen auf internationaler Ebene gestützt werde. So müssten die Industrieländer ihr Subventionssystem für die eigene Landwirtschaft reformieren und Entwicklungsländer - anders als bisher - mit Geld anstatt mit Sachspenden fördern. (pd)

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