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Wirtschaft

Lebensmittelumsatz schwächelte im Januar

Ladekräne im Hafen
pd
am
01.02.2014

Die Ernährungsindustrie bilanziert im Januar 2013 schwache Umsätze. Besonders der Export verlor deutlich Anteile im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Gegenüber dem Vorjahr sank der Branchenumsatz um minus drei Prozent auf 14,9 Milliarden Euro, berichtet die Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie in ihrem aktuellen Konjunkturreport. Besonders dem Lebensmittelexport fehlten wichtige Wachstumsimpulse, die Ausfuhren sanken im Vorjahresvergleich um minus 5,2 Prozent auf 4,4 Mrd. Euro. Die Lebensmittelproduktion stagnierte im Januar 2013 gegenüber 2012, der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex ging um minus 0,1 Prozent zurück.

Rohstoffpreisindex sank um 19 Prozent

Im Dezember 2013 sank der HWWI-Rohstoffpreisindex für Nahrungs- und Genussmittel um minus 19 Prozent, diese Entwicklung geht vor allem auf die extremen Preissteigerungen der dürrebedingten Knappheit im Vorjahr zurück. Ernte- und witterungsbedingte Angebotsveränderungen führen weiterhin in Teilbranchen zu schwer auszugleichenden Preisschwankungen. Steigende Produktionskosten drücken immer mehr auf die Unternehmenserträge. Die Lebensmittelhersteller bleiben zuversichtlich. Laut dem ifo-Geschäftsklimaindex Januar 2014 zeigt sich das Geschäftsklima in der Branche stabil auf hohem positivem Niveau.
 

Konsumklima weiter positiv

Das gute Konsumklima verbesserte sich im Januar 2014 weiter, dabei erreichten die Einkommenserwartungen der Verbraucher den höchsten Wert seit 13 Jahren. Auch die Anschaffungsneigung war so hoch wie zuletzt 2007, zusammen mit dem sinkenden Inflationsdruck gibt dies auch dem Lebensmittelumsatz im Inland positive Impulse.
 
2013 lag die Teuerung der allgemeinen Lebenshaltungskosten und Lebensmittelpreise bei plus 1,5 bzw. plus 3,9 Prozent. Die Verbraucherpreisentwicklung spiegelt mittelfristig die steigenden Kosten in der Lebensmittelproduktion wider.
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