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Ernährung und Gesundheit

Listerien im Bergkäse

ots
am
06.12.2011

Innsbruck - Für einige Bergkäseprodukte gibt es derzeit eine Rückrufaktion. Die Produkte können mit Listerien verunreinigt sein und sind deshalb nicht zum Verzehr geeignet.

In bestimmten Bergkäseprodukten des Herstellers Tirolmilch GmbH, Wörgl bzw. Berglandmilch eGen, Wörgl wurde im Rahmen der internen Qualitätssicherung festgestellt, dass eine Verunreinigung mit Listerien vorliegen kann. Die Keime können sich nur auf der Käserinde befinden, nicht jedoch im Inneren des Käses.

Betroffene Produkte

  • Andreas Hofer Jubiläumskäse 200g verkauft von Firma Heiderbeck mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 09.02.2012
  • Alpenmark Österreichischer Bergkäse 300g verkauft von Firma Aldi Süd mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 28.02.2012, 05.03.2012 und 06.03.2012
  • Bergkäse 430g verkauft von Firma Aldi Nord mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 27.02.2012, 03.03.2012, 04.03.2012, 10.03.2012 und 11.03.2012
Die genauen Bezeichnungen sind auch auf www.tirolmilch.at ersichtlich.
 
Die Produkte können in den jeweiligen Verkaufsstellen zurückgegeben werden.
 
 
Listerien sind hinsichtlich ihres Lebensraums anspruchslose und widerstandsfähige Bakterien. Für die menschliche Gesundheit ist fast ausschließlich die Spezies Listeria monocytogenes von Bedeutung. Listerien kommen in der Umwelt weit verbreitet vor, sowohl in Abwässern, der Erde, in Kompost und auf Pflanzen. Auch Lebensmittel tierischer Herkunft wie Rohmilch, Weichkäse, Räucherfisch oder rohes Fleisch und Geflügel können beispielsweise beim Melken und Schlachten, aber auch in der Weiterverarbeitung, verunreinigt werden. Auf Grund ihrer für Bakterien ungewöhnlichen Fähigkeit zu Wachstum bei niedrigen Temperaturen können sich Listerien auch im Kühlschrank vermehren.
 
Bei gesunden Erwachsenen verläuft eine Infektion meist ohne Krankheitszeichen bzw. als Durchfall. Schwere Erkrankungen kommen meist nur bei immungeschwächten Menschen vor. Bei ihnen äußert sich eine Erkrankung in heftigen Kopfschmerzen, starkem Fieber, Übelkeit und Erbrechen. In der Folge kann es zu Hirn- bzw. Hirnhautentzündung oder einer Sepsis (Blutvergiftung) kommen, die bei rund einem Viertel der Patienten tödlich enden.
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