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Dorf und Familie

LKW mit Lenksystem, Kreiseleggen und Einzelkornsägeräte

mist
am
22.11.2013

Kann man LKWs mit Lenksystemen ausrüsten? Welche Kreiselegge ist die richige? Und was ist von der neuen Pöttinger-Drille zu halten?

Parallelfahrsystem für LKW
 
Trancemagier fragt: "Weiß hier jemand, ob es rechtlich geht, ein Parallelfahrsystem auf einen LKW aufzubauen. Ich will damit nicht auf der Autobahn fahren. Es geht um folgenden Hintergrund. Aktuell arbeite ich bei einem großen Unternehmen und soll nun eine Möglichkeit finden Kalk teilflächenspezifisch zu streuen. Die Flächen sind in ganz Ostdeutschland verteilt und ich dachte mir es ist am besten wenn man 2 LKW mit Kalkstreuer ausrüstet und diese dann auf die Reise schickt. Die ganze Elektronikansteuerung wird funktionieren. Ist ja nicht anders als wenn der Streuer an einem Schlepper hängt. Das einzige Problem sehe ich mit dem Anschlussfahren der LKW auf den Stoppeln bzw. auf den Schlägen. Abendland antwortet: "Die Systeme gibt's bei verschiedenen Herstellern und in Ostdeutschland gibt es etliche Firmen die sich speziell dem PF als Dienstleister verschrieben haben. Aber mir sind keine Systeme bekannt, bei denen ganze Flotten im Parallelverfahren "durcheinander" eine Aufgabe erledigen. Einfache Systeme (ohne viel Aufwand) zeigen die nächste "Spur" an, die man dann manuell einmal manuell weiterschaltet.... und man hat den Anschluß am Vorausfahrenden... Ist nicht teuer und fast überall zu haben. Wenn der Andere aber mittig im Schlag leer ist... benötigst du bereits eine extra Lokalisationsübertragung, damit du da weiter machen kannst. Da fängt dann schon erheblicher Aufwand an, wenn man das will oder muß. Andere nehmen für solche Sachen eben "Mega-Streuer" und haben einen Shuttle-Service inkl. Überladung. Vielleicht schaust Du mal im Bereich Gülle/Geris nach." Und Notill meint: "Beim LKW gibt es meines Wissens nichts, da weder das Lenksystem noch die Hydraulikanlage mit dem vom Ackerschlepper vergleichbar ist. Allerdings sind Reibradsysteme möglich und erlaubt, die müssen nur bei der Straßenfahrt weit genug vom Lenkrad weggeschwenkt werden, das der Fahrer beim Lenken nicht beeinträchtigt wird. Abgesehen davon ist die Reibradlösung auch schnell wieder ausgebaut und umgesetzt, dazu kein Eingriff in das Lenksystem (Einzelabnahme)"

Kreiseleggen oder doch wieder Rotortiller

Agromax hat folgendes Problem: "Ich als Rau Rototiller-Fahrer denke über die Neuanschaffung einer Kreiselegge nach. Eine Lemken-Sämaschine ist angebaut (Hitch) und die AB beträgt 3m. Unsere Böden sind schluffiger Lehm, sandiger Lehm und toniger Lehm mit zum Teil erheblichen Steinbesatz (Kalkstein). Der Rototiller scheint nicht mehr in Mode zu sein, nur Kuhn (Culti-tiller) hat noch einen (der auf mich einen sehr soliden Eindruck macht), aber auch recht teuer ist. Kreiseleggen unterscheiden sich erheblich im Abstand zwischen Zinkenträder und Wanne. Die einen sagen großer Abstand = die Steine können einfach durch. Die Anderen sagen geringer Abstand = überhaupt kein Platz zum Steine einklemmen. ...und dann noch das Thema 10 oder 12 Kreisel ... da streiten sich auch die Geister ...PS Steine und Rototiller sind kein Problem...weiß ich aus Erfahrung, da machen auch größere Steinplatten nichts aus (läuft drüber und zerbricht sie)" fendt724 antwortet: " Ich fahre eine Amazone Ke 3000 special mit 580er Keilringwalze. Nach meinen Ermessen reichen 10 Kreisel völlig aus (hatte zuvor eine Maschio 2,5m mit 10 Kreisel). Die Amazone macht ein viel feineres Land und der große Abstand macht keine Probleme mit Steinen." Und Andi24 schreibt: "Allso wir haben schwere Böden mit hohem Steinbesatz und feststehendem Fels. Also sehr schwierige Bedingungen. Hatten auch schon einige Kreiseleggen da und bis jetzt hats keine ausgehalten. Haben jetzt 3 Kuhn Kreiseleggen mit Kernerwalze(4m und 2mal 6m). Haben sie jetzt umgebaut auf Federentlastung. Seitdem haben wir keine Probleme mehr. Für uns gibts keine alternative zu Kuhn."
Alle Meinungen hier:        https://agrarheute.landlive.de/boards/thread/56950/page/1/


Pöttinger Aerosem das Kombigerät mit Vereinzelung

TerraGator schreibt: "Auf der Agritechnica ist mir besonders die neue Kombi Maschine von Pöttinger aufgefallen. Mit echten Vereinzelungsaggregaten kann Mais und Dünger ausgebracht werden oder einfach ganz normal Weizen. Was haltet ihr von dem Konzept?" Kartoffelbluete meint: "Ich denke das neue System von Horsch, wo über jedem Säschar ein Vereinzelungsagregat sitzt ist besser, da hier auch Getreide und Raps vereinzelt werden kann." Und DJBassroehre antwortet: "Die Aerosem ist schon interessant, aber so wie ich das sehe legt sie das Düngerband 12,5 cm neben der Maisreihe ab. Ich hab mal gelesen optimal wären 5 cm neben und 5 cm unterhalb, kann das jemand bestätigen?" Darauf Terragator: "Die gleiche Frage habe ich mir auch gestellt. Allerdings kann sie den Dünger etwas tiefer ablegen indem man die Druck- und Tiefenführungsrolle mit Bolzen umsteckt und die kleine weiße Fangrolle entfernt."

Alles unter 8 Zentimeter gehört dem Wald

Fendt312V möchte Wissen: "Hab gehört, dass in Deutschland über ein Gesetz diskutiert wird, das vorschreibt, dass alles über 8 Zentimter Durchmesser im Wald als Dünger verbleiben muß. Halte 8 cm für übertrieben, 6 cm könnte ich mir vorstellen. Jedenfalls hätte so eine Verordnung noch Auswirkungen auf die jetztige Biomassenutzung. Was meint ihr dazu?" Darky meint: "Sowas wird nicht kommen. Weil alles was man nicht kontrollieren kann, braucht man nicht zu verbieten...." meinereiner77 sieht es ebenso: "Ich seh es auch so, außerdem muss bei einem Käferbefall alles aus dem Wald, um den Käfern das brutfähige Material zu entziehen. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass selbst in 2 cm starken Ästen noch Larven drin waren." Und Schweinefranz schreibt: "Im Staatswald in BW unter 7 cm mit Rinde darf es nicht entnommen werden, nachzulesen unter AGB-Flächenlos Forst BW. In ein paar Jahren werden die Flächenlose von den Zertifizierungsfuzzis eh nicht mehr erlaubt, außer der Aufarbeiter ist auch zertifiziert. Arbeitsplatzsicherung der Zertifizierer."

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