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Lützerath aktuell: Böller, Barrikaden und kein Bauer mehr

Polizisten vor dem Dorf Lützerath

Im Frühjahr vergangenen Jahres verließ der letzte Landwirt den Ort Lützerath. Nun wird das von Aktivisten besetzte Dorf, das dem Kohleabbau weichen muss, geräumt: die Barrikaden brennen. Flaschen, Böller und Steine wurden auf die Polizisten geworfen.

am Dienstag, 03.01.2023 - 13:00 (Jetzt kommentieren)

Seit Montag kann der Ort Lützerath nur noch zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreicht werden. Nach Angaben der Polizei sind Fahrzeuge nicht mehr zugelassen. Grund dafür sind die Räumungsvorbereitungen des Dorfes. Es ist der letzte Ort, der dem Braunkohleabbau in NRW weichen soll. Während dieser Vorbereitungen gerieten Umweltaktivisten und die Polizei aneinander.

Die letzten Tage von Lützerath

Proteste in Lützerath

Die Landwirtschaft ist längst gegangen: Das sind die letzten Tage in Lützerath, ein Dorf, das - trotz gesetztem Kohleausstieg - noch für geplante Abbauvorhaben weichen muss. Die Polizei bereitet seit Montag die Räumung des Ortes vor, der derzeit nur noch von Umweltaktivisten besetzt ist. Diese wohnen in den verlassenen Häusern der einstigen Bewohner von Lützerath. Die Grundstücke und Gebäude gehören aber mittlerweile dem Energiekonzern RWE. Bei den Vorbereitungen zur Räumung und zum Abriss sowie den Rodungen kam es nun auch zu Zusammenstößen zwischen Aktivisten und der Polizei. Böller, Flaschen und Steine flogen auf die Polizisten vor Ort. Die Lage beruhigte sich kurz darauf wieder und die Beamten zogen sich zurück. Die endgültige Räumung ist für Mitte Januar vorgesehen.

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