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Umwelt

Luftschadstoffe zum Schutz der Ostsee begrenzen

von , am
07.10.2009

Schwerin - Zum Schutz der Ostsee sollen Nährstoffeinträge nicht nur aus den Flüssen sondern auch aus der Luft künftig begrenzt werden.

Wie das in den einzelnen Staaten genau geschehen soll, darüber beraten Experten aus den Ostsee-Anrainerländern und der EU seit Montag in Schwerin. Mit Hilfe spezieller Quoten für einzelne Staaten solle eine Minderung der Schad- und Nährstoffeinleitungen erreicht werden, erklärte Andreas Röpke, Referatsleiter für Meeresumweltschutz im Schweriner Umweltministerium.

45 Fachleute nehmen an der Tagung teil, die von der zwischenstaatlichen "Helsinki- Kommission" für den Schutz der Ostsee, Helcom, veranstaltet wird. Röpke zufolge sind schon im 2007 verabschiedeten Ostsee- Aktionsplan Quoten für Nährstoffeinträge enthalten. Diese Vorgaben seien jedoch noch "sehr weich" gewesen. Zudem seien Einträge aus der Luft, die auch von Nichtanrainern wie Großbritannien und Frankreich kämen, noch nicht berücksichtigt worden. "Nährstoffe aus der Luft machen aber 30 bis 40 Prozent aus", sagte Röpke.

Bislang laste man die meisten Verschmutzungen der Landwirtschaft an, deren Dünge- und Pflanzenschutzmittel über Fließgewässer ins Meer gelangen. Es müsse nun ermittelt werden, wie viele Nährstoffe in die Ostsee kommen und wie sie reduziert werden sollen. "Ziel ist, dass wir in zwei Jahren wissen, wie hoch die Quoten sind." Bereits bei der Helcom- Umweltministerkonferenz im nächsten Jahr in Moskau solle klar sein, "wo es langgeht", sagte Röpke. (pd)

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