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Umwelt

M-V: Bauernverband fordert finanzielle Hilfe

von , am
12.09.2011

Neubrandenburg - Das Sommerhochwasser hat schwere Schäden in M-V angerichtet. Der dortige Bauernverband verlangt deshalb nun eine schnelle Entschädigung für betroffene Landwirte.

Beim Gewässerschutz sind zahlreiche Verordnungen und gesetzliche Anforderungen zu berücksichtigen. © LBV
Bauernpräsident Rainer Tietböhl erkennt zwar das Bemühen der Landesregierung an, die sich zur Übernahme von Landes-Bürgschaften bei Neukrediten bereit erklärt hatte, "doch diese ersten Maßnahmen lösen nicht die unverschuldeten Probleme in den Landwirtschaftsbetrieben". Tietböhl fordert deshalb eine wirksamere Unterstützung des Landes für die betroffenen landwirtschaftlichen Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern. "Wir brauchen schnell finanzielle Hilfe".

Landwirte möchten einmalige finanzielle Unterstützung

Der Bauernverband M-V forderte in einer Pressemitteilung die Mitglieder des neu gewählten Landtages auf, aus Landesmitteln eine einmalige finanzielle Hilfe zu beschließen, die nicht zurück gezahlt werden muss. Der Agrarausschuss des Landtages hatte außerplanmäßig am 25. August getagt und sich ein aktuelles Bild der prekären Lage gemacht. Auch das Landwirtschaftsministerium sei über die Schäden und katastrophalen Auswirkungen in betroffenen Landwirtschaftsbetrieben informiert und habe inzwischen eine Konferenz einberufen, die das Gewässermanagement in Mecklenburg-Vorpommern auf neue Anforderungen ausrichten wolle. Das sei zwar richtig, um künftigen Wetterkapriolen zu begegnen, so der Bauernverband, doch die aktuelle missliche finanzielle Lage in Landwirtschaftsbetrieben werde damit nicht gelöst. Tietböhl erinnerte an die "Dürrehilfe" Anfang der neunziger Jahre und Zahlungen nach dem Elbehochwasser, als auch den betroffenen Landwirtschaftsbetrieben mit Landesmitteln geholfen wurde.

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