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Dorf und Familie

Mähwerk-Unfall: Frau lebte noch

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Eva Eckinger , agrarheute
am
19.06.2015

Die Obduktion brachte schreckliche Gewissheit: Die Frau, die am Mittwoch von einem Mähtraktor überrollt wurde, lebte zum Unfallzeitpunkt noch. Der Fahrer wurde wegen fahrlässiger Tötung angezeigt.

Der Körper der Frau geriet unter einen Traktor mit Scheibenmähwerk. © landpixel
Am Mittwochmorgen wurde eine im hohen Gras liegende Frau auf der Donauinsel in Wien von einem Traktor mit Scheibenmähwerk überfahren. Anfangs ging man davon aus, dass das Opfer schon vor dem Unfall tot war.
 
Nun brachte eine erste Obduktion ein anderes Ergebnis: Die Frau lebte noch, als sie das Fahrzeug mit Scheibenmähwerk überrollte.

Opfer bereits identifiziert

Die 32-jährige Wienerin konnte rasch identifiziert werden, da sie einen Reisepass bei sich trug. Sie war seit 2012 als obdachlos gemeldet. Untersuchungen, ob die Frau die abgelegene Stelle auf der begrünten Donauinsel an der Ostbahnbrücke als Schlafplatz genutzt hatte, brachten kein Ergebnis. Man habe nichts gefunden, was darauf hindeutet, dass sie öfters hier war, so die Polizei Wien.

Traktorfahrer wurde angezeigt

Der Traktorfahrer, der gegen neun Uhr mit dem Mähen einer städtischen Fläche beschäftigt war, hatte die Frau im rund einen Meter hohen Gras offenbar nicht gesehen. ORF-Berichten zufolge wurde der Arbeiter einer privaten Firma nun wegen fahrlässiger Tötung angezeigt.

Waren Alkohol oder Drogen im Spiel?

Die Wiener Pathologie muss nun mittels einer toxikologischen Untersuchung herausfinden, ob das Opfer zum Unfallzeitpunkt unter Drogen- oder Alkoholeinfluss stand, erklärt Polizei-Sprecher Paul Eidenberger. Dies würde erklären, warum sie das sich mit enormer Lautstärke nähernde Fahrzeug nicht gehört hatte.
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