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Dorf und Familie

Mäuseplage, Gentechnik ohne Wirkung und wohin mit dem Altöl?

Externer Autor
am
20.07.2012

Fördert pfluglose Bewirtschaftung die Feldmausbestände? Kapituliert die Gentechnik vor dem Maiswurzelbohrer? Und wo entsorgt man Altöl?

Fördern pfluglose Anbauverfahren das Ansteigen der Feldmauspopulationen?
 
Diese Frage stellt DWEWT im Forum Pflanzenbau, er schreibt weiter: "hier und vor allem in Mitteldeutschland, klagen die Kollegen derzeit über ein heftiges Ansteigen der Feldmauspopulationen. Besonders gravierend scheint die Situation auf pfluglos geackerten Feldern zu sein. Es werden dort bis zu 70 Mäuselöcher je Quadratmeter gezählt. Der Ertragsausfall wird mit bis zu 40% beziffert. Einige Kollegen planen, als Sofortmaßnahme, das Pflügen einiger Flächen und denken darüber nach, zukünftig regelmäßig wieder den Pflug einzusetzen. Für viele Betriebe ist das mit nicht unerheblichen Investitionen verbunden, da auf ihren Betrieben schon lange keine entsprechende Technik mehr vorhanden ist. Wie sieht es in Eurer Region aus? Kehren die Pflüge zurück auf die Betriebe?" Alphaab schreibt dazu: "Mäuse sind auch hier z.T. ein Problem, obwohl wir den Pflug auf jedem Feld in der Fruchtfolge haben. Ist von Schlag zu Schlag sehr unterschiedlich. Am stärksten ist das Problem in der Direktsaat, also auf Feldern, die wir ohne jedliche Bearbeitung drillen. Habe mir schon lange vorgenommen Greifvogelstangen zu bauen - grade für die großen Schläge. Auf dem Gut der KWS hab ich neulich die "Göttinger Fangwanne" entdeckt, werde mir probeweise eine kaufen, da die dort in Verbindung mit Greifvogelstangen sehr gut helfen sollen." Und Darky antwortet: "ich denke Pflugverzicht ist hier genau so ein Faktor wie einseitiger Getreideanbau usw.  Wer Tiefenlockerung mit dem Grubber betreibt der stört die Mäuse doch im Grunde auch so wie mit dem Pflug - Denke das gibt sich nix.... nur bei Direktsaat ist das denke ich n größeres Problem das mit der Bodenbearbeitung zusammen hängt." Und ph ist der Meinung: "Vielen Erfahrungen nach kommt es anscheinend nicht darauf an, welche Bodenbearbeitung dass man macht, sondern die Intensität machts aus, d.h. in kurzen Zeitabständen mehrmals einen Bearbeitung durchführen, sodass die Mäuse gestört werden. Dazu reichen auch 5cm Bodenbearbeitungstiefe aus. Auf Erosionsgefährdeten Standorten ists mit dem Pflug sowiso schwierig. Es gibt auch Anzeichen, dass bei verringerter Bodenbearbeitungstiefe die Mäuse Nachbarflächen aufsuchen, da der Unterboden nicht übermäßig gelockert wird und dadurch das Graben schwieriger ist als beim Nachbarn, der tiefer Lockert."
 

Preisrally kontra Ramschniveau

Mit diesem Thema spricht Christiannds das aktuelle Missverhältnis zwischen Futterkosten und Erlösen in der Schweinemast an: "Ab wann sagen die deutschen Veredeler es kann nicht mehr so weiter gehen? Weizen steigt und steigt, genau wie das andere Futter, die EUREX-Schweine kennen aber nur eine, und zwar die andere Richtung." Nattie macht ihrem Ärger Luft: "Was ist eigentlich los unter den Schweinehaltern im Norden (wir im Süden müssen leider mit dem leben was ihr verzapft) und der ISN? Ich glaub ja nix. Warscheinlich alle schon im Urlaub oder?! Bei diesen Preisentwicklungen (Futter nach oben - Erzeugerpreis runter) müßte man doch meinen die Ferkelerzeuger und Mäster ziehen an einem Strang und machen die Öffentlichkeit und Politik mal darauf aufmerksam, daß es dem Verbraucher kaum wehtut wenn der Mäster 2€ für die Mastsau bekommt und so auch endlich mal der Ferkelerzeuger vernünftig davon leben könnte. Aber weit gefehlt die Verbraucherpreise im Juni sind für Fleischerzeugnisse gestiegen und die Erzeugerpreise gesunken - ja schlafen denn alle!!!??? Wer bereichert sich da? Und kommt mir jetzt bloß nicht mit Angebot und Nachfrage - Mastschweine sind gesucht wie lange nicht. Sollen die letzten Ferkelerzeuger die noch etwas Lust haben die !Hauptarbeitslast! an der Mastsau zu tragen (und dankbar für Almosen von Mästern und Schlachtern) jetzt auch noch das Handtuch werfen? Wir brauchen dringend mehr Geld für unsere Ferkel sonst gibts nächstes Jahr vielleicht nicht mehr genug.Also ich hab nach fast 6 Jahren Preismisere keine Lust mehr. Meine lieben Mäster wir müssen das gleiche Futter kaufen wie ihr, wir haben auch Familien wie ihr, letztendlich sitzen wir im selben Boot also drückt doch mal den Preis nach oben." Knippex schreibt: "es wird ja nun mal im Schweinesektor seit einiger Zeit am Bedarf vorbeiproduziert! Auf Deubel komm raus werden Ställe abgeschoben und trotz deutlicher Standortnachteile in einigen Regionen (Gülleabtransport + Filteranlagen in den Hochburgen) wird doch das Angebotsspektrum weiter ausgebaut. Inwieweit wird das denn nun wohl eine Marktbereinigende Maßenahme? Hohe Inputpreise und deutlich zu wenig Output lassen vielleicht diejenigen überleben, die Ihre Betriebe im Griff haben. Stellt Euch mal vor VW würde 15 % Golf mehr bauen, als im Markt absetzbar sind - das würde aber schnell zu einem großen Parkplatz in Wolfsburg führen oder der Preis würde drastisch sinken."

Gentechnik versagt gegen Maiswurzelbohrer

Freisinger nimmt einen Artikel der TAZ zum Anlass diese Frage zu stellen: "wieder was zum "Sommerloch".....oder ist mehr dahinter?" Notill stellt als Gegenfrage: "Warum bringen die das Thema, das schon 4 Sommerlöcher alt ist? In den USA ist seit 5 Jahren bekannt, das der Maiswurzelbohrer und auch der Zynsler aufgrund der hohen Reproduktionsrate sämtliche Resistenzen innerhalb weniger Jahre überwindet. Genau desshalb kommen ja laufend neue Genkonstrukte auf den Markt, um immer wieder was neues zu bringen, das ist vergleichbar mit den PSM... die sind auch nicht auf ewig wirkungsfähig, vor allem, wenn eine EU-Verordnung der Meinung ist, das ein Präparat je Zielorganismus reichen muß, und so kein Resistenzmanagement durch Wirkstoffwechsel möglich ist. Der Mechanismus ist auch jedem Rapsanbauer bekannt..." Darauf meint Freisinger: "Ist doch ein Riesengeschäft, scheinbar von den Konzernen so gewollt, um die Aktionäre zu befriedigen." und Rottalboy ergänzt: "Kollidiert irgendwie mit der guten fachlichen Praxis." Die Aussage von terragator: "Also mir ist bekannt, dass in den USA mittlerweile verboten ist nur Gen Mais anzubauen. Die müssen da wegen dieser ganzen Resistenzgeschichte jetzt auch wieder konventionellen Mais drunter mischen. Aber das ist ja dann eigentlich kompletter Schwachsinn." beantwortet HorstHuber: "Nicht mittlerweile sondern jeder der BT-Mais anbaut muss x% non-BT Mais anbauen. Grund dafür ist das durch dieses Massnahme Resistenzen verhindert werden sollen da diese meisten rezessiv vererbt wurden Der Artikel ist auch mal wieder ein typisches Sommerlochthema denn dies ist schon seit einigen Monaten bekannt, wobei Resistenzen gegen ein BT-Protein bekannt wurden - die zig anderen wirken nach wie vor hervorragend."

Altöl wohin damit?

Darky fragt: "wie kann man günstig Altöl entsorgen das sich so im lauf der Zeit ansammelt?" Schueppe antwortet: "Bei größeren Mengen am besten bei Altölsammelstellen wie Mülldeponien, Wegezweckverband oder Stadwerke! Quittung nicht vergessen und aufbewahren! Und man hat ein ruhiges Gewissen , falls man einen lieben Nachbar hat, der weiß, wie viel Altöl bei dir in der Werkstatt lagert!" Matthias schreibt: "Wir lassen von einer Firma abholen, je nach Qualität des Altöles kann es sogar eine Gutschrift geben." Auf die Frage von Darky: "Holen die Deutschlandweit? Hm...vermute die haben früher alles zusammen geschüttet. Motor und Getriebeöl usw..... und abgeben ist schwierig bei größeren Mengen."antwortet Matthias: "Bei uns wird alles zusammengeschüttet, das ist nicht das Problem. Aber im Altöl werden wohl oft auch andere Dinge entsorgt... Ich weiß auch nicht ob es eine Gutschrift gegeben hat oder ob wir was bezahlt haben. Es kommt ganz auf die Qualität an.Ich kann jetzt nicht sagen welche Firma das war ist schon wieder ein Jahr her, muss ich mal nachfragen. Wir haben jetzt einen 1000l Doppelwandigen Tank" und ergänzt noch [www.altoelankauf.de] "

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