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Dorf und Familie

Maibäume legal vom Förster

pd
am
24.04.2013

So mancher Junggeselle schlägt in diesen Tagen eine junge Birke, um seine Angebetete mit einem Maibaum zu bezirzen - meist illegal. Die rheinländischen Forstämter bieten jetzt Birken zum Kauf an.

Nach alter Tradition gilt der Maibaum als Symbol des Frühlings, aber auch als Zeichen von Liebe und Verehrung. In der Vergangenheit waren die traditionsbewussten Junggesellen häufig auf illegale Wege angewiesen, um sich das notwendige Material - eine junge Birke - für die Brauchtumspflege zu beschaffen. Wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) in Bonn mitteilt, muss das nicht sein.
 
 
Die Forstämter hätten sich überall dort im Rheinland, wo traditionell Maibäume aufgestellt werden, auf die Nachfrage eingestellt. Sie böten ab dem 29. oder 30. April junge Birken frisch geschlagen oder zum Selbstschlagen an. Die Preise richten sich nach der Größe der Birke. Bereits ab 10 Euro sind die Maien zu haben. Der RLV weist darauf hin, dass die geregelte Entnahme von Birken aus den Wäldern keine Schäden verursacht, sondern gut zu den übrigen Pflegemaßnahmen passt. Maibäume werden unter anderem beim Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft und beim Regionalforstamt Rureifel-Jülicher Börde, verkauft.
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