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Bußgeld

Mais zu hoch: Landwirt muss Strafe zahlen

Maisfeld und Stromleitung
am Mittwoch, 14.11.2018 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

In der Schweiz muss ein Landwirt wegen seiner Maispflanzen ein Bußgeld bezahlen. Sie seien zu hoch und würden so einen Verstoß gegen die Straßenabstandsverordnung darstellen.

Ein Landwirt aus dem Bezirk Pfäffikon in der Schweiz muss eine Strafe von 200 Franken (umgerechnet circa 176 Euro) plus Verfahrenskosten von etwa 3.000 Franken (2.640 Euro) bezahlen, weil sein Mais zu hoch gewachsen war.

Der Landwirt ging dagegen vor, scheiterte aber nun vor Gericht, wie die Zeitung Züriost berichtet.

Strassenabstandsverordnung: Maisfeld war zu hoch

Laut Züriost wuchs der Mais des Landwirtes vor zwei Jahren 1,40 Meter zu hoch. Mit seinen insgesamt 2,20 Meter verstieß das Gewächs somit gegen Artikel 16 der Strassenabstandsverordnung (StrAV). Im September 2017 erfolgte der Strafbefehl mit einer Geldbuße von 200 Franken.

Die Begründung: Die Sichtweite von einer Straßenkreuzung neben dem Maisfeld habe nur noch 70 Meter statt mindestens 150 Meter betragen. Der Mais hätte höchstens 0,80 Meter hoch wachsen dürfen, zitiert Züriost die Behörden.

Bußgeld: Landwirt klagt vor Gericht

Weil der Landwirt mit dieser Strafe nicht einverstanden war, zog er vor das Bezirksgericht sowie das Obergericht.

Wie der Landwirt laut Züriost argumentierte, sei die Sichtweite fälschlicherweise auf den Anhang "Strassenverzweigungen und Ausfahrten" statt "Innenseiten von Kurven" berechnet worden. Außerdem würde es keine Anleitung geben, wie der Sichtbereich berechnet werden sollte. Darüber hinaus wollte er den Sichtbereich mittels Beweisantrag durch einen Sachverständigen bestimmt haben, so die Zeitung weiter.

Landwirt verurteilt: Begründung des Gerichts

Doch beide Instanzen bestätigten das Urteil sowie die Höhe der Geldbuße. Es handle sich hier um eine Kreuzung und nicht um eine Kurve. Deshalb sei die ursprüngliche Berechnungsweise korrekt. Auch eine Anleitung sei nicht nötig. Denn eine andere, für die Sichtweite relevante Situation abgesehen von einer Kurve oder Strassenverzweigung/Ausfahrt sei nur schwer vorstellbar, zitiert die Zeitung das Obergericht.

2.640 Euro Verfahrenskosten für Landwirt

Der Beschuldigte wurde wegen Übertretung der StrAV verurteilt. Neben der Strafe von über 200 Franken werden dem Landwirt auch die Gerichtskosten in der Höhe von 1.000 Franken (879 Euro) auferlegt.

Er hat laut Züriost nun Verfahrenskosten von rund 3.000 Franken (etwa 2.640) zu tragen.

Mit Material von Züriost, NZZ

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