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Politik EU

Markt: EU will Milchpreise stützen

von , am
10.06.2015

In der Europäischen Union liegen die Milchpreise zum Teil unter den Produktionskosten. Das EU-Parlament fordert jetzt neue Absicherungsmöglichkeiten wie Warenterminbörsen für die Milchbauern.

Boxenlaufstall: Mit 20 Prozentpunkten honoriert © LUF
Wegen der rückläufigen Nachfrage in Asien und des russischen Einfuhrverbots befindet sich der Milchsektor immer noch in der Krise. Zu dieser Einschätzung kommt der Agrarausschuss des Europäischen Parlaments. In einer Erklärung fordern die Abgeordneten neue Absicherungsmöglichkeiten für Milchbauern. Sie regen ein neues Instrument zur Absicherung der Einkommen der Landwirte in der Ersten Säule der GAP an. Gegen zunehmende Preisschwankungen in der Milchbranche könnten Warenterminbörsen ein geeignetes Instrument sein. Auch die Interventionspreise für Butter und Magermilchpulver sollen ihrer Ansicht nach steigen.

Parlamentarier wollen Interventionspreise anheben

Die Europaparlamentarier setzen sich für eine Anhebung der Interventionspreise für Butter und Magermilchpulver ein. Nach ihrer Ansicht entsprechen diese Instrumente nicht mehr den aktuellen Marktverhältnissen.
 
Sie warnen vor dem Lebensmittelhandel, der seine Marktmacht missbrauche und die Erzeugerpreise zu sehr drücke. Die EU-Kommission wird zu einem Vorschlag über faire Verhaltensregeln innerhalb der Lebensmittelkette aufgefordert. Die Erklärung des EP-Agrarausschusses kommt demnächst ins Plenum. Sie ist ein politisches Signal. 
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