Wie Minister Mihail Dumitru mitteilte, müssen bis zum 1. Juni 20 Prozent bis 25 Prozent aller Beschäftigten im landwirtschaftlichen Verwaltungsapparat Rumäniens "freigestellt" werden. Zudem seien die Betriebsausgaben im Ministerium bei diversen Einzelpositionen um ein Viertel zu kürzen. Die Zahl sämtlicher Arbeiter und Angestellten in der Agrarverwaltung des Landes bezifferte Dumitru auf etwa 11.000, darunter unter anderem 5.250 in der Agentur für Zahlungen und Intervention in der Landwirtschaft (Apia), 1.600 in der Agentur für ländliche Entwicklung und Fischwirtschaft (APDRP) und 400 im Bukarester Ministerium.
Etwa 2.500 Mitarbeiter "freistellen"
Dazu kommen noch 18 weitere, fachlich orientierte Verwaltungseinheiten im Land, wozu unter anderem die Agentur für Staatseigentum (ADS) im Agrarbereich mit ihren regionalen Außenstellen, die Nationale Agentur für Landwirtschaftsberatung (ANCA) und der Regiebetrieb Romsilva gehören. Nach welchen Kriterien die Entlassung der etwa 2.200 bis 2.500 Mitarbeiter erfolgen soll, ließ Dumitru noch offen.
Kürzung der Budgetkosten
Der rumänische Bauernverband (LAPAR) wies indes darauf hin, dass auf der Managementebene des Ministeriums zahlreiche Positionen mit Personen besetzt seien, die diese nur aus parteipolitischen Gründen innehätten. Von ihnen werde wahrscheinlich niemand entlassen, so der Verband. Die pauschale Kürzung der Budgetkosten um 25 Prozent betrifft auch die Ausgaben für Telefonate, den Kauf von Büromöbeln und Inventar, Dienstreisen und Mietkosten. Für die Dienstwagennutzung gelten künftig Obergrenzen zum Treibstoffverbrauch. Die Umsetzung der Sparmaßnahmen ist Voraussetzung dafür, dass Rumänien weitere Kredite vom Internationalen Währungsfonds (IWF) erhält. (AgE)
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