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Politik national

McAllister: "Starke Tierhaltung unverzichtbar für Niedersachsen"

von , am
18.10.2011

Hannover - Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister und Werner Hilse unterstrichen heute in Hannover das gemeinsame Interesse an einer modernen, artgerechten und wirtschaftlichen Tierhaltung.

Inzwischen werden nicht mehr nur Schweinemastställe sondern auch Geflügel- und Rinderställe verpachtet. © landpixel
Auf Einladung von Ministerpräsident David McAllister und Landvolkpräsident Werner Hilse kamen heute Vertreter aus den wichtigen Bereichen der Nutztierhaltung und der Niedersächsischen Landesregierung zu einem weiteren Gesprächsforum "Agrar- und Ernährungswirtschaft" im Landvolkhaus in Hannover zusammen. Agrarminister Gert Lindemann informierte dabei zunächst eingehend über den Tierschutzplan Niedersachsen und den Stand der Beratungen in den Facharbeitsgruppen.
 
Ministerpräsident David McAllister und Werner Hilse unterstrichen dann das gemeinsame Interesse an einer modernen, artgerechten und wirtschaftlich erfolgreichen Tierhaltung in Niedersachsen. "Tag für Tag beweisen tausende Bauern, wie wichtig ihnen das Wohl ihrer Tiere ist. Von dieser bestehenden Grundlage aus wollen wir den Tierschutz gemeinsam kontinuierlich weiter entwickeln. An einigen Stellen müssen allerdings gemeinsam neue Lösungen entwickelt werden," betonte David McAllister.
 
Denn Nutztierhaltung könne, so der Ministerpräsident weiter, in Zukunft nur erfolgreich betrieben werden, wenn sie gesellschaftlich akzeptiert werde. Er freue sich daher über die Bereitschaft des landwirtschaftlichen Berufsstands, gemeinsam mit der Landesregierung den Tierschutz weiter voranzubringen. Mit dem von Landwirtschaftsminister Lindemann entwickelten Tierschutzplan sei die Chance verbunden, der Gesellschaft zu vermitteln, dass auch in größeren Beständen Tierschutz stattfinde. Dies werde die Akzeptanz der Verbraucher für die in Niedersachsen produzierten Lebensmittel nachhaltig verbessern und damit einen Beitrag zu einer weiterhin starken Veredlungswirtschaft leisten.

Hilse: Landwirte und Bevölkerung unter einen Hut bringen

Präsident Werner Hilse betonte, dass bei allen Entscheidungen insbesondere die Argumente und Einschätzungen der Praktiker gehört und berücksichtigt werden müssen: "Letztlich sind sie es, die den Tierschutz in ihren Betrieben umsetzen und für die dieser seit jeher zum Tagesgeschäft gehört." Darüber hinaus gab sich Werner Hilse optimistisch, die Erwartungen breiter Bevölkerungsschichten und die wirtschaftlichen Erfordernisse der Landwirte unter einen Hut zu bringen. Dafür sei neben der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Tierschutzes auch ein hohes Maß an Verbraucherinformation erforderlich. Hier erwarte der Berufsstand die Unterstützung durch die Politik ebenso wie im Bereich von praxisnahen Forschungsvorhaben.
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