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Wirtschaft

Mehlpreis zu niedrig: VK Mühlen macht Verluste

aiz
am
23.08.2011

Hamburg- Für die ersten neun Monate ihres Geschäftsjahres 2010/11 weist die VK Mühlen AG einen Verlust vor Ertragssteuern von 1,2 Millionen Euro aus.

In einer Zwischenmitteilung begründete das Unternehmen das negative Ergebnis mit den nicht auskömmlichen Mehlpreisen. Den Versuch, die Mehlpreise bei fallenden Getreidenotierungen zu halten, bezahlte die VK Mühlen AG mit einem erheblichen Verlust an Absatzmenge.
 
Eine belastbare Ergebnisprognose für das vom 1. Oktober 2010 bis zum 30. September 2011 laufende Geschäftsjahr wollte der Vorstand unter den ungewissen Ernteaussichten und der Unsicherheit hinsichtlich der Rohstoffkosten nicht abgeben. Das Unternehmen geht jedoch davon aus, dass die Verluste der deutschen Mühlen durch die zu niedrigen Mehlpreise, insbesondere für 1 kg-Kleinpackungsmehl für die Eigenmarken des Einzelhandels, und die voraussichtlich unzureichende Entlastung aus der Ernte 2011 weiter steigen.
 
Nach Darstellung des Vorstandes setzt jede Abwärtsbewegung der Getreidepreise, und sei sie auch nur von kurzer Dauer, unverzüglich eine Mehlpreisspirale nach unten in Gang. Nach wie vor gelinge es der Branche nicht, die Mehlpreise auf einem wirtschaftlich überlebenswichtigen, erforderlichen Niveau zu stabilisieren.
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