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Wetter

Mehr als 100 l/m²: Dauerregen bremst regional die Ernte

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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
26.07.2017

Der Dauerregen bremst in Teilen Deutschlands die Ernte ein. In manchen Regionen kamen in den vergangenen zwei Tagen mehr als 130 Liter pro Quadratmeter runter.

Seit gestern sind durch das Regentief Alfred in Niedersachsen regionsweise bis zu 130 Liter Regen in 24 Stunden gefallen. Wie die Land & Forst berichtet, wurden in vielen Regionen die sonst üblichen Regenmengen im Zeitraum um das Doppelte bis Dreifache übertroffen. Bei der bundesdeutschen Regen Top Ten der Unwetterzentrale liegt Torfhaus im Oberharz mit 131 Litern pro Quadratmeter ganz vorne.

Die Landwirte in Niedersachsen sind in Alarmstimmung. So steht auf dem Grünland oft der saftige dritte Schnitt noch auf den Feldern. Auch bei Weizen hat sich die Situation durch die extremen Regenfälle von Montag auf Dienstag verschärft. Die Bestände gehen immer mehr in die Knie. Ob die Qualitäten halten, weiß zurzeit keiner.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Großwetterlage bis Mitte nächster Woche unbeständig bleiben soll.

Dauerregen: Überschwemmungen drohen

Nach dem starken Regen kämpft die Feuerwehr in Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt am Mittwochmorgen vielerorts gegen drohende Überschwemmungen. "Bisher halten unsere Dämme. Wir sind hier aber nach wie vor auf alles vorbereitet. Auch auf eine Evakuierung", sagte ein Sprecher der Feuerwehr in Hildesheim gegenüber der dpa. Sollte ein bedrohtes Wohngebiet geräumt werden, wären laut Stadt Hildesheim  1.100 Menschen betroffen.

In Thüringen waren die Rettungskräfte aufgrund des anhaltenden Dauerregens auch am Mittwochmorgen weiter ausgelastet. Vor allem im Einzugsgebiet von Werra und Unstrut sorgen die anhaltenden Niederschläge für einen Wiederanstieg der Pegel, nachdem es in der Nacht leichte Entspannung gegeben hatte.

Regenband zieht in den Süden

Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) sind in knapp zwei Tagen in der Mitte Deutschlands - von Südniedersachsen über Teile Thürigens und Hessens bis nach Nordbayern - mehr als 100 Liter pro Quadratmeter gemessen worden. Wie der DWD am Mittwoch auf Facebook erläuterte, war bis zum Morgen der Spitzenreiter die Station Seesen am Harz mit 158 Litern.

Es sei "ein breites Regenband, das sich von der Ostsee über die Mitte bis in den Süden zieht. Da dieses Band nach Osten wandert, lässt von Westen her der Regen nach. Aber von der Uckermark bis nach Ostsachsen sowie in Südostbayern regnet es noch bis morgen früh weiter."

Mit Material von LuF, dpa

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