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Ernährung und Gesundheit

Mehr Ärzte für's Land

Externer Autor
am
29.04.2011

Berlin - Die Koalitionsparteien wollen die medizinische Versorgung im ländlichen Raum verbessern. Eine Initiative, die der Deutsche Bauernverband begrüßt.

So erhält die Sicherstellung einer flächendeckenden, bedarfsgerechten und medizinischen Versorgung der Bevölkerung im ländlichen Raum hohe Priorität in den vor kurzem vorgelegten Eckpunkten zu einem Versorgungsgesetz und im CDU-Diskussionspapier "Heimat gestalten - Programm für lebendige ländliche Räume".
 
Der Bauernverband setzt große Hoffnungen in Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP), dass das vorgeschlagene Bündel an Maßnahmen zur medizinischen Versorgung auf dem Land zügig umgesetzt wird. "Das Bundesgesundheitsministerium und die Koalitionsparteien haben nach jahrelangen Diskussionen das Thema mit zielgerichteten Vorschlägen endlich aufgegriffen. Zu Recht wurde erkannt, dass nur eine Vielzahl von ineinandergreifenden Maßnahmen dazu führt, eine gute medizinische Versorgung als Bestandteil der Lebensqualität auch im ländlichen Raum zu erhalten, insbesondere für junge Menschen mit kleinen Kindern und für Senioren", so der Bauernverband.

Weniger Ärzte für die Stadt, dafür mehr in ländliche Regionen

Kritik erntet die Regierung für die Entlohnungspraxis der Kassenärzte: Ihre Bedarfsschlüssel (bezogen auf die Einwohnerzahl) sind in ländlichen Regionen deutlich niedriger sind als in den Ballungszentren. Der Auffassung des AOK-Vorstandsvorsitzenden Dr. Herbert Reichelt, wonach die ärztliche Überversorgung in den Städten zugunsten ländlicher Gebiete umgeschichtet werden müsse, stimmt der DBV ausdrücklich zu. 
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