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Wirtschaft

Mehr Tierprodukt-Ausfuhren der EU nach Russland erwartet

Externer Autor
am
23.08.2010

Brüssel - Die Ausfuhren von Tieren und tierischen Erzeugnissen aus der Europäischen Union nach Russland dürften nach Inkrafttreten von fünf neuen Exportbescheinigungen zwischen der EU und der Russischen Föderation stark ansteigen.

Diese Bescheinigungen betreffen Rindfleisch mit Knochen, Dosen- und Trockenheimtierfutter sowie Zuchtschafe und -ziegen. Sie eröffnen neue Absatzchancen für europäische Erzeuger, wie die EU-Kommission mitteilt. Im Jahr 2009 wurden Tiere und tierische Erzeugnisse im Wert von 1,3 Milliarden Euro aus der EU in die Russische Föderation ausgeführt. Die Vereinbarung wurde auf einer Sitzung der Europäischen Kommission und des russischen Veterinärdienstes am 27. und 28. April in Moskau getroffen.

Sie wurde von beiden Seiten Ende Mai/Anfang Juni paraphiert und trat am 15.August in Kraft. Die Verhandlungen sollen weitergeführt werden, um bereits vorhandene Bescheinigungen zu aktualisieren und möglicherweise neue zu vereinbaren. Ausfuhren von Tieren und Erzeugnissen tierischen Ursprungs aus der EU nach Russland müssen den zwischen der Europäischen Kommission und dem russischen Veterinärdienst für eine Reihe von Waren vereinbarten Anforderungen genügen. In spezifischen Bescheinigungen wird zugesichert, dass die ausgeführten Waren den Veterinär- und Hygienestandards der Russischen Föderation entsprechen.

Verhandlungen laufen weiter

Die ersten Veterinärausfuhrbescheinigungen zwischen der Kommission und den russischen Behörden wurden 2004 vereinbart. Seit damals werden kontinuierlich Verhandlungen geführt, um bereits vorhandene Bescheinigungen zu aktualisieren und der Entwicklung der Tiergesundheit und der Hygienebedingungen Rechnung zu tragen. Ein weiteres Ziel ist die Vereinbarung neuer Veterinärbescheinigungen für zusätzliche Waren. Die Haltung der Kommission ist mit den Behörden der Mitgliedstaaten im Rat der EU abgestimmt. (aiz)

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