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Mehrere Erntemaschinen brennen beim Endspurt in der Weizenernte ab

Kabine Feuer Brand Mähdrescher
am Montag, 16.08.2021 - 12:45 (Jetzt kommentieren)

Viele Landwirte haben das weitgehend trockene Sommerwetter am Wochenende zum Endspurt in der Ernte von Weizen und Raps genutzt. Mehrere Erntemaschinen wurden dabei jedoch ein Raub der Flammen.

Freitag, der 13., im Westerwald: Es ist am frühen Abend, kurz nach 19 Uhr, als die Feuerwehren Asbach und Altenhofen zu einem brennenden Mähdrescher in den Ortsteil Ditscheid gerufen werden. Bereits auf der Anfahrt sehen die Einsatzkräfte die starke Rauchentwicklung: Der Mähdrescher brennt, einschließlich der Kabine.

Zum Glück konnte sich der Fahrer rechtzeitig in Sicherheit bringen. Er blieb unverletzt. Doch der Mähdrescher ist ein Totalschaden.

Kornspeicher und Stoppelfeld mussten gelöscht werden

Feuer Mähdrescher

Auch ein Teil des Stoppelfeldes hatte bereits Feuer gefangen, als die ersten Helfer der Feuerwehr eintreffen. Zur Unterstützung wurden darum ein Großtanklöschfahrzeug aus Neustadt sowie ein Schlauchwagen aus Krautscheid nachalarmiert. Von einem nahegelegenen Löschwasserbehälter wurde eine Schlauchleitung bis an die Einsatzstelle verlegt. Somit konnte eine ausreichende Wasserversorgung sichergestellt werden.

Der Brand und die weitere Ausbreitung auf dem Feld konnten schnell eingegrenzt und gelöscht werden, berichtete die Feuerwehr Asbach. Aufwändiger gestalteten sich die Nachlöscharbeiten, da der gesamte Kornspeicher ausgeräumt und abgelöscht werden musste. Anschließend wurde der betroffene Bereich des Feldes bewässert, um ein Wiederentzünden auszuschließen.

Landwirte fahren Löschwasser in Güllefässern herbei

Feuer Brand John Deere

Ein ähnliches Bild hatte sich Feuerwehrleuten wenige Stunden zuvor 400 km weiter nördlich geboten. In dem kleinen Ort Helvesiek zwischen Bremen und Hamburg war ebenfalls ein Mähdrescher beim Ernten in Brand geraten.

Die Ortsfeuerwehren aus Scheeßel und Westervesede wurden zu einer nachbarschaftlichen Löschhilfe alarmiert. Denn bei den trockenen Temperaturen der letzten Tage und durch Wind war zu befürchten, dass sich die Flammen weiter ausbreiten. Um das zu verhindern, wurden mehrere Löschfahrzeuge der Feuerwehren aus der Umgebung alarmiert. Zusätzlich unterstützten Landwirte mit ihren Güllefässern bei der Wasserversorgung.

Glutnester mit Wärmebildkamera überwacht

Stoppelbrand

Nach rund einer Stunde konnte der Leitstelle "Feuer aus" gemeldet werden und mit den Nachlöscharbeiten begonnen werden.

Im Einsatz befanden sich drei Trupps unter Atemschutz, die den Motorraum des Mähdreschers öffneten, um weitere Glutnester abzulöschen.

Während der Löscharbeiten wurde die Einsatzstelle mit einer Wärmebildkamera kontrolliert. Zur Ursache und Schadenshöhe konnte die Feuerwehr keine Auskunft geben.

Heldenhaft: Landwirt zieht brennende Rundballenpresse an den Feldrand

Feuer Rundballenpresse

Zwei Tage später, aber nur rund 10 km entfernt, brannte am frühen Sonntagabend eine Rundballenpresse auf einem Getreidefeld bei Jeersdorf aus.

Der Landwirt war gerade dabei, Stroh zu pressen, als die Presse aus noch unbekannten Gründen Feuer fing.

Geistesgegenwärtig wählte er den Notruf und fuhr das Gespann an den Rand des Feldes zur nächsten befestigten Straße. Somit konnte größerer Schaden auf dem Feld verhindert werden.

70 Einsatzkräfte vor Ort

Brennende Ballenpresse

Die Rettungskräfte aus Jeersdorf begannen sofort unter Atemschutz mit einem C-Rohr die Flammen abzulöschen. Weitere Feuerwehrleute aus Hetzwege unterstützten mit einem Schnellangriffsschlauch vom Tanklöschfahrzeug.

Später wurde die Rundballenpresse mit einem Wasserschaumgemisch benetzt. Die Feuerwehren waren mit rund 70 Einsatzkräften vor Ort. Auch in diesem Fall konnte die Feuerwehr zur Ursache und Schadenshöhe keine Angaben machen.

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