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Dorf und Familie

Mehrwertsteuer steigt für alle Pferde

AgE
am
03.04.2012

Berlin - Die Anhebung der Mehrwertsteuer für Pferde ist beschlossene Sache. Beim Verkauf von Pferden gilt ab dem 1. Juli der volle Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent - ohne Ausnahme.

Nach dem Deutschen Bundestag stimmte auch der Bundesrat dem Gemeindefinanz-reformgesetz zu, dem die betreffende Steueränderung angehängt worden war. Damit gilt beim Verkauf von Pferden ab dem 1. Juli 2012 der Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent, verglichen mit aktuell noch sieben Prozent. Hintergrund dieser Entscheidung war ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom Mai 2011, wonach der ermäßigte Steuersatz nur noch für Arbeits- und Zuchtpferde oder Schlachtpferde beibehalten werden darf.

Steuererhöhung belastet die Pferdewirtschaft

Der Deutsche Bauernverband (DBV) hatte moniert, dass der Gesetzgeber nicht die gegebenen Möglichkeiten zur Ausnahmeregelung genutzt habe, weil eine genaue Abgrenzung zu Sport- und Freizeitpferden nach Einschätzung der Finanzbehörden angeblich nicht möglich sei. So werden ab 1. Juli auch begünstigungsfähige Pferde dem neuen Mehrwertsteuersatz unterworfen.
Die Abschaffung des ermäßigten Steuersatzes wird die Pferdewirtschaft nach Schätzungen des Bundesfinanzministeriums mit zehn Millionen Euro belasten. Die Umsatzsteuerpauschalierung ist laut DBV nicht von der Änderung betroffen. Pauschalierende Pferdebetriebe könnten den Verkauf von Pferden damit wie bisher berechnen.
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