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Dorf und Familie

Merlo Manne: Nach gut 4.000 km im Guinness-Buch

pd
am
17.06.2014

Pirkkala - In die Rente mit einem großen Abenteuer. Diesen Traum hat sich der Finne Leo Tergujeff erfüllt. Durch sieben Länder hat ihn die längste - je mit einem Merlo gefahrene Strecke - geführt.

Nach 20 Jahren als technischer Manager bei Rotator Oy, einem Teleskop-Händler in Finnland, ging Leo Tergujeff, alias Merlo Manne, in Rente. Allerdings nicht einfach so. Sein Ziel: Mit einer besonderen Aktion ins Guinness-Buch der Rekorde einziehen. 
 
Das ist ihm jetzt gelungen: Am 12. Juni hat er Pirkkala (Finnland), das Ziel seiner 4.296 Kilometer langen Europatour mit einem Merlo Teleskoplader erreicht. Das ist die längste Strecke, die je mit einem Teleskoplader zurückgelegt worden ist. 33 Tage brauchte er für die Fahrt mit dem Merlo P 25.6 - ursprünglich geplant waren 50.
 
"Sieben Länder, Abenteuer, tolle Menschen, eine fantastische Erfahrung. Ich würde es immer wieder tun", so sein Fazit bei der Guinness-Rekord-Verleihung.

Bergab mit 44 km/h

Für die Tour zum Einsatz kam eine der kleinsten Merlo Maschinen. Der P 25.6 hat Abmessungen von 1,8 Meter Breite, 1,9 Meter Höhe und wiegt 4.750 Kilogramm.
 
"Die Steigungen im Gebirge auf und ab testeten die Maschine und meine Nerven. Ausgerüstet für 36 km/h, kam ich stellenweise bergab auf bis zu 44 km/h. Auf manchen holperigen Streckenabschnitten hatte ich das Gefühl, kein Rad würde den Boden berühren. Aber sonst: keine Probleme. Mein Freund (Leos Bezeichnung für seinen Merlo) trug mich sicher durch Europa", so Tergujeff über die Reise.
 
Gefahren ist Tergujeff den kompletten Trip mit Vollgas. Der Motor des hydrostatisch angetriebenen Teleskopen lief dabei um die 2.300 U/min. An Kraftstoff habe er durchschnittlich 4,8 l/100 km.

Beizeiten schwierig: Die Suche nach dem Nachtlager

Die Reise führte den Finnen durch Kroatien, Ungarn, die Slowakei, die Tschechische Republik, Deutschland, Dänemark und Schweden.
 
Leo über seine Tour: "Ich suchte intensive und ursprüngliche Erfahrungen. Die Unterkünfte für meinen Trip plante ich nicht im Voraus. Manchmal war es aufgrund von Sprachbarrieren in einigen Gegenden extrem schwierig, ein Nachtlager zu finden. Umso erfüllender, dass es trotzdem überall immer irgendwie ging. Neugier und Hilfsbereitschaft der Menschen waren riesig. Der Monat unterwegs war wie eine einzige fantastische Feier. Ich würde es jederzeit wieder tun."
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