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Politik EU

Milch: Private Lagerhaltung bis Februar 2016 verlängert

von , am
03.09.2015

Brüssel - Die EU hat die Hilfsmaßnahme der Privaten Lagerhaltung (PLH) für Milchprodukte offiziell bis 29. Februar 2016 verlängert. Die Mengenbeschränkung bleibt bestehen.

EU-Agrarkommissar hat die Hilfen für den Milchsektor noch einmal verlängert. © Europäische Union
Im Rahmen der jüngsten Sitzung des Verwaltungsausschusses für Milch in Brüssel wurde von den EU-Mitgliedsländern die Verlängerung der Privaten Lagerhaltung (PLH) für Milchprodukte formell beschlossen. Die geförderte Einlagerung von Butter und Magermilchpulver ist damit bis 29. Februar 2016 möglich. Die Mengenbeschränkung von 109.000 t für Magermilchpulver und 50.000 t für Butter zum festen Preis bleibt bestehen. Die Maßnahme wäre offiziell zum 30. September ausgelaufen.
 
Die Verlängerung des Zeitraums für die Private Lagerhaltung war von EU-Agrarkommissar Phil Hogan bereits auf dem Agrarrat im Juli angekündigt worden, diese Maßnahme soll den Druck auf den Milchmarkt verringern. Bis Mitte August 2015 wurden Lagerbeihilfen für rund 138.500 t Butter und 43.600 t Magermilchpulver von den Molkereien in Anspruch genommen. Die Besonderheit in der PLH liegt derzeit darin, dass sowohl eingelagert als auch gleichzeitig ausgelagert wird.

Private Lagerhaltung soll heftigste Verwerfungen abfedern helfen

Beim Rat im Juli begründete Hogan die Verlängerung der Maßnahme damit, dass die Auswirkungen der weiterhin bestehenden russischen Einfuhrbeschränkungen für landwirtschaftliche Erzeugnisse aus der EU abgefedert werden sollen. "Die bisher ergriffenen Maßnahmen haben eine wichtige Rolle dabei gespielt, die Auswirkungen des russischen Importstopps zu begrenzen", erklärte EU-Landwirtschaftskommissar Phil Hogan beim Rat in Brüssel. "Nach fast einem Jahr müssen wir weiterhin ein Sicherheitsnetz für Hersteller, die wegen des Einfuhrverbots noch immer Schwierigkeiten haben, bereitstellen."
 
Bei der privaten Lagerhaltung bleiben die Produkte im Besitz des Produzenten, er nimmt sie aber gegen eine Beihilfe zeitweilig vom Markt. Im Rahmen der öffentlichen Intervention, die auch bis Ende Februar weiterläuft, kaufen Behörden den Herstellern Bestände an Magermilchpulver oder Butter ab und verkaufen sie wieder, sobald sich die Agrarmärkte erholt haben.
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