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Die Polizei berichtet

Milchlaster prallt gegen Baum und Verstöße gegen Tierschutzgesetz

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Eva Eckinger, agrarheute
am
11.03.2016

In Niedersachsen ereignete sich Mittwochnacht ein Unfall mit einem Milchtransporter. Die Ladung musste umgepumpt werden. Zudem wurden bei Kontrollen von Lebendtiertransporten Verstöße gegen das Tierschutzgesetz festgestellt.

In Niedersachsen ist Mittwochnacht ein Milchtank-Lkw von der Straße abgekommen und gegen einen Baum geprallt, berichtet die Polizeiinspektion Stade. Dabei wurde der 40-jährige Fahrer aus dem Landkreis Cuxhaven eingeklemmt.

Er war mit einer MAN-Sattelzugmaschine samt Anhänger aus Estorf kommend in Richtung Elm unterwegs. Nach eigenen Angaben wich er einem plötzlich auf die Fahrbahn gesprungenem Reh aus. Infolgedessen prallte die Zugmaschine gegen einen Baum am Straßenrand.

Milchladung wurde umgepumpt, 40.000 Euro Schaden

Durch die Wucht des Aufpralls stürzte der Anhänger um. Der 40-Jährige wurde in seinem stark deformierten Fahrerhaus eingeklemmt und musste mit schwerem Rettungsgerät befreit werden. Glücklicherweise wurde er nur leicht verletzt.

Bevor die Bergung des Gespanns durchgeführt werden konnte, musste die Milchladung in einen Ersatztankwagen gepumpt werden. Die anschließende Bergung zog sich bis in die Morgenstunden hin. Der Gesamtschaden wird auf über 40.000 Euro geschätzt.

Pkw gegen Traktor: Unfall bei Überholmanöver

Im Landkreis Celle kam es am Mittwochvormittag zu einem Unfall zwischen einem Pkw und einem Traktor. Der 28 Jahre alte Fahrer eines Treckers mit Anhänger war auf der Bavener Straße unterwegs. Als er auf ein Grundstück abbiegen wollte, setzte in diesem Moment die 47 Jahre alte Fahrerin eines Hyundai zum Überholen an, so die Polizeiinspektion Celle. Beide Fahrzeuge stießen zusammen. Die Autofahrerin verletzte sich dabei leicht. Der Schaden wurde auf circa 8.000 Euro beziffert.

Lebendtiertransporte: Kontrollen zeigen Wirkung

Die niedersächsische Polizei kontrollierte am Mittwoch insgesamt 28 Lebendtiertransporte. Dabei stellten sie in drei Fällen Verstöße gegen das Tierschutzgesetz fest. Unter anderem wurden folgende Vergehen geahndet:

Bei einem mit Schweinen beladenen Sattelzug war die Vergitterung beschädigt, so dass sich die Tiere verletzen konnten. Zudem war die Gruppengröße überschritten. Es dürfen bei einem innerdeutschen Transport maximal fünf Sauen in eine abgetrennte Gruppe. Hier waren es zwischen sechs und sieben Tieren.

Weniger Verstöße gegen das Tierschutzgesetz

Es wurden entsprechende Verfahren wegen Verstoßes gegen tierschutzrechtliche Bestimmungen eingeleitet. Allerdings zeigten sich die Beamten mit der geringen Anzahl an Verstößen gegen das Tierschutzgesetz äußerst zufrieden. Peter Schilling von der Autobahnpolizei Winsen/Luhe dazu: "Die Anzahl der zurückliegenden, regelmäßigen Kontrollen zeigen hier deutlich ihre Wirkung."

40.000 Euro Schaden: Milchtank-Lkw prallt gegen Baum

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