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Lieferverträge

Milchmarkt: Bundeskartellamt kritisiert Lieferbeziehungen

Milchlaster auf Straße
am Montag, 13.03.2017 - 11:45 (Jetzt kommentieren)

Der Präsident des Bundeskartellamtes kritisiert die langjährigen Verträge zwischen Milchbauern und Molkereien. Ausschließlichkeitsklauseln könnten zu einer Abschottung des Marktes führen.

Die Zustände auf dem deutschen Milchmarkt sind dem Bundeskartellamt ein Dorn im Auge. Die üblichen langjährigen Verträge zwischen Milchbauern und Molkereien und die darin enthaltenen Ausschließlichkeitsklauseln könnten zu einer Abschottung des Marktes führen, kritisierte der Präsident des Bundeskartellamtes, Andreas Mundt, am Montag.

"Es gibt so gut wie keine Wechsel der Molkerei. Das ist problematisch für die Landwirte und behindert mögliche Newcomer auf der Molkereiseite oder Molkereien, die ihre Tätigkeit ausdehnen wollen", teilte Mundt mit.

Bundeskartellamt sucht nach Alternativen für den Milchmarkt

Das Bundeskartellamt hatte in den vergangenen Monaten 89 private und genossenschaftliche Molkereien zu ihren Lieferbedingungen befragt. Sie verarbeiten zusammen etwa 98 Prozent der in Deutschland produzierten Milch. Üblich sind demnach Verträge mit langen Kündigungsfristen und Laufzeiten. Außerdem würden die Landwirte flächendeckend dazu verpflichtet, ihre Milch ausschließlich bei ihrer Molkerei abzuliefern. Weit verbreitet sei auch, dass der Auszahlungspreis für die Milch erst nach der Lieferung festgesetzt werde. Die Wettbewerbshüter wollen nun mit der Branche über mögliche wettbewerbsfreundliche Alternativen diskutieren.

Mit Material von dpa

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