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Aufreger

Milchpulverprotest: ‚Lebensmittelzerstörung sollte bestraft werden‘

EMB/facebook
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Katharina Krenn, agrarheute
am
25.01.2017

Gut 1.000 kg Milchpulver verschütteten Landwirte aus Protest in Brüssel. Viele Landwirte finden die Aktion - ein aufwendig erzeugtes Produkt zu zerstören - daneben.

Gegen den Plan der EU, eingelagertes Magermilchpulver wieder auf den Markt zu bringen, haben europäische Landwirte am vergangenen Montag im Europaviertel Tausend Tonnen Milchpulver verschüttet. Sie fürchten, dass dies den gerade erst wieder stabilisierenden Milchmarkt empfindlich treffen könnte. Das Video hat auf Facebook viele Kommentare erhalten – der Daumen zeigte dabei eher nach unten.

User-Kommentare zum Milchpulverprotest in Brüssel

Ein User kommentierte den agrarheute-Artikel mit: "So kann man den Ruf auch kaputt machen! Was will man damit erreichen? Der Politiker schaut kurz aus dem Fenster und arbeitet dann weiter und die Stadtreinigung darf dann alles wieder sauber machen."

Ein Hobby-Landwirt schreibt dazu: "Lebensmittel wegzuwerfen sollte bestraft werden."

Empört kommentierte auch eine Landwirtin die Aktion: "Das suggeriert nach außen unsere Produkte wären uns nichts wert." Und weiter: "Ich gebe nur einmal zu bedenken, wieviel Arbeit rund ums Jahr in diesem Milchpulver steckt, von Mensch und Tier. Ich möchte dies weder umsonst geleistet haben, noch käme mir die Idee ein Nebenprodukt unserer Milch als Ausdruck meiner Unzufriedenheit zu missbrauchen. Übrigens sind wir nicht nur Landwirte, sondern auch Unternehmer. Da sollte es doch möglich sein sich selber Strategien zu überlegen um betrieblich zu überleben."

Ihre Familie habe ihre Hausaufgaben gemacht, führt sie weiter aus. "Durch Umstellung der Rasse mit höheren Erlösen für die Kälber, Lieferung von A2- Milch haben wir uns ein Auskommen gesichert. Unsere Familie nimmt das Zepter lieber selbst in die Hand als durch solche Aktionen den Mitbürgern ein falsches Bild zu suggerieren oder auf die Politik zu warten, die dann doch nichts richtet."

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Protestaktion in Brüssel

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