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Dorf und Familie

Milchquotenbörse, Gesetz gegen Schlachten tragender Kühe

Externer Autor
am
12.09.2014

Was ist von der letzten Milchquotenbörse zu erwarten? Kommt ein Gesetz gegen das Schlachten tragender Rinder? Arbeit im Ausland - Themen der Woche auf landlive.

Kita und Senioren erkunden Bauernhof
 
Ein Wettbewerbsbild aus dem Fotowettbewerb "Landwirt-schaf(f)t Heimat": Am 18. Juni 2014 waren das ASB-Seniorenzentrum und die Kita "Kinderzeit" bei uns auf dem Bauernhof in Krassach zu Besuch. Ziel der Aktion war und ist den Kindern, die oft keinen Bauernhof mehr vor der Haustür haben, früh mit der Landwirtschaft vertraut zu machen und ihnen zu zeigen wie Milch, Fleisch und Wurst entstehen. Bei den Senioren soll die Erinnerung an das Landleben geweckt werden."

Tendenzen bei der letzten Milchquotenbörse

Loorper schreibt: "Wer von euch noch Quote kaufen oder verkaufen möchte, der möge doch mal hier eine Vorstellung abgeben wo sich der Preis einpendeln könnte, oder was jeder bereit ist zu geben. Auch die Frage, wie verhalten sich die Unterlieferer? Verkaufen die noch schnell den Rest ungenutzter Quote um Geld rein zu bekommen? Das würde sich ja dann auf die Molkereisaldierung auswirken."
rocknrolldirk meint: "Die Fragen werden wir beantworten können wenn es zu spät ist. So mancher, der sich mit dem Gedanken trägt, die Milchviehhaltung aufzugeben wird das vielleicht jetzt tun, angesichts der letzten Möglichkeit, die Quote zu verkaufen und angesichts der absehbaren Milchpreisabschwächungen. Dies wirkt sich einerseits positiv auf das Angebot aus, andererseits sinkt damit die Saldierung. Ein Teil der Unterlieferer (vermutlich nur die, die wegen Betriebskatastrophen einmalig unterliefern) wird wohl Quote verkaufen. Die chronischen Unterlieferer dagegen könnten den Termin verpassen. Das schlimmste Szenario wäre, wenn man jetzt ordentlich bietet und den Zuschlag erhält, und dann doch noch eine Änderung der Fettkorrektur durchgeführt wird, die den Druck rausnimmt. Die vermutlich sinkenden Milchpreise könnten etwas Druck aus dem Quotenmarkt nehmen. Im Moment sollten sich Überlieferer freuen, wenn sich ein Milchpreissturz ankündigt, bevor die Gebote abgegeben werden"
Und altilla antwortet: "Bei dieser Quotenbörse wird der Landwirt zum verruchten Spekulanten [...] Wirklich kalkulieren kann keiner, weil keiner in die Zukunft sehen kann (Milchpreis und Milchanlieferung)."

Mögliches gesetz gegen das Schlachten von tragenden Rindern

Karlo fragt: "Was sagt ihr zu dem Vorstoß von Herrn Meyer (Anm. der Redaktion: Agrarminister Niedersachsen) zum Schlachtverbot tragender Rinder?"
Llanes meint: "Ich finds schade, dass man immer alles regulieren muss. Hier ein Erlass, da ein Gesetz, hier nochmal ein Verbot. Es wird gar nicht versucht, die Landwirte dahingehend zu sensibilisieren. Man wundert sich, wie viele Kälber teilweise noch in Kühen schlummern, die einige Tage später eigentlich zum Schlachter gehen sollten. Und die sind dann meistens schon so groß, dass sie dir in die Hand beißen könnten, also auch für jeden Landwirt fühlbar, da muss kein großer Aufwand mit Techniker oder TA gemacht werden. Nur, wer macht sich die Mühe?"
Auf die Aussage von DWEWT: "Potsdam war doch schon. Man konnte sich nicht auf eine Vorgabe einigen. Also bleibt es noch ein wenig in der Diskussion, bevor es, aufgrund von neuen ganz wichtigen Themen, in der Versenkung  verschwindet." antwortet Mim: "NEVER! [www.facebook.com] ganz schlimme Kommentare der Veganer-Fraktion. Sowas macht einem schon Angst. Fachliches: Die Amtsveterinäre diskutieren schon länger darüber: [www.amtstieraerzte.de] Erkenntnisse zur Schlachtung gravider Rinder. Und aufgekommen ist das Thema eigentlich - als man guckte, was für Auswirkung die Trächtigkeitshormone auf das Fleisch haben. Und richtig fett bekannt wurde das Thema dann sogar in der "Fleischwirtschaft" diskutiert, wohlgemerkt - 2010!"

Arbeiten im Ausland

Fend939 möchte wissen: "Ich würde gerne im Ausland wie Australien oder USA als Landmaschinen Führer arbeiten und wenn es mir sehr gut gefallen sollte auch auswandern ...wer kann mir Infos oder Tipps geben?"
altilla
komentiert: "Wenn du unter 30 bist, kannst du in Australien für ein Jahr "work and travel" machen. Da darfst du dann arbeiten wo du willst und siehst dann, ob dir Australien überhaupt zusagen würde. In Kanada gibt es auch so was wie "work and travel". USA ist schwieriger, reinzukommen."
Kasparow meint: "Und wenn du schön brav bist und dich mit deinem Arbeitgeber gut verstehst, dann kann der dir noch ein zweites Jahr ermöglichen."
Darauf antwortet IHC324: "Naja was heißt schön brav? Du brauchst halt mindestens 88 Tage arbeit in bestimmten Postleitzahlengebieten und bestimmten Berufen. Und dann kannst du dich für das zweite Jahr bewerben. Ich hab gehört, wenn man noch im Land ist, ist es ein bisschen einfacher. Mehr is dann, glaub ich, das sponsored Visa oder ein Studentenvisa - aber das kostet anscheinend richtig. " und zu Fend939 schreibt er: "Australien ist für Deutsche schon "massive farming" und Amerika ist für Australier dann "massive farming". Also du kanst dir überlegen ob du richtig groß oder richtig, richtig groß machen willst. Und Tipp von mir: Egal wo du hin willst, mach erst n jahr work and travel und schau dir das Land und alles an, weil z. B. hier in australien gibts schon riesige Unterschiede zu Deutschland."

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