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Dorf und Familie

Milchvieh in Osteuropa, Pflichtfach Ökolandbau und LED am John Deere

Externer Autor ,
am
11.04.2014

Wie sieht die Milchviehaltung bei unseren östlichen Nachbarn aus? Soll Ökolandbau Pflichtfach werden? Warum funktioniert die LED Rundumleuchte nicht?

John Deere 7930 beim pflügen (klick aufs Bild) © Landliveuser John
John deere 7430 ! Nimmt keine LED rundumleuchte an !
 
JDMarco hat folgendes Problem: "Beim John Deere 7430 Premium sollen LED Rundumleuchten angebaut werden. Sie leuchten einmal auf und gehen dann aus und an der Commander-Zentrale steht, dass die Leuchte nicht geht. Am 7720 John Jeere ohne Commander Computer geht sie. Wie kann man das Problem beim 7430 lösen? Die normale Leuchte geht."
IHC_523_Allrad meint: "Ich denke, die LED Rundumleuchte wird so wenig Strom brauchen, dass der JD meint, die Birne ist hin."
Hirschtreiber schreibt: "Du musst einen Widerstand mit einbauen, der dem Computer vorgaukelt, dass da eine normale Halogenbirne drin ist. Dann funktioniert es." 
Auf die Frage von Schaumburger: "Passende Rundumleuchten "ohne" LED Technik kosten auch kaum etwas und funktionieren. Warum also LED? Weil es geil ist?" antwortet jsw78: "Ich denke mit "geil" hat das hier nichts zu tun. Je nach Landkreis werden unterschiedliche Absicherungen vorausgesetzt und auch vorgeschrieben. Wenn der Landkreis nun mal Warnblitzer mit 120 Doppelblitzen die Minute vorschreibt, so muss man dies auch umsetzen. Das gleiche gilt auch für die Überbreitenregelungen, hier steht z. B. in meiner Genehmigung auch exakt drin, dass herkömmliche Drehspiegelleuchten nicht zulässig sind, bzw. diese durch Blitzleuchten zu ersetzen sind." miskantus schreibt: "Ist das übliche Problem der heutigen CAN-Bus Steuerung. Der Stromverbrauch ist nicht gleichmäßig und vor allem zu gering. Wahrscheinlich wird hier auch ein Widerstand nicht den gewünschten Erfolg bringen. Und dann stellt sich noch die Frage, wo einbauen? Auf keinen Fall im Schlepper, da wird die Gaudi erst richtig groß. Wenn, dann in der Lampe auf die Paltine löten oder zwischen das Kabel und Platine. Aber auch hier ist bereits eine Überwachung der Lampensteuerrung verbaut, die dadurch nicht mehr funktionieren könnte. Am besten zum Händler und den fragen ob es per Diagnose möglich ist die Überwachung umzuprogrammieren. Am einfachsten wird sein eine LED Lampe zu kaufen die über den Zigarettenanzünder mit Strom versorgt wird."

Blog der Woche

"Kälberiglus" in Tschechien © dlz agrarmagazin
dlzUNTERWEGS - Osteuropa und die Milchviehaltung
 
Ein Team des dlz agrarmagazines war die letzten zwei Wochen in einigen osteuropäischen Ländern unterwegs, um sich die Milchproduktion vor Ort anzuschauen. Herausgekommen ist ein interessanter Blog in dem viele Erlebnisse und Eindrücke beschrieben sind: 
Ein viel zu großer Wanderrucksack, kein Frühstück im Haus, geschlossene Bäckerfilialen - welch ein Start in den ersten Roadtrip-Tag! Auf dem Weg zum Verlag in Hannover teilte ich mir die Bahn mit den Nachtschwärmern. Die Heimkehrer unterhielten sich lallend, wenn nicht still - dann aber voll über den Typen an der Bar, die Schminke, der vor Stunden schick hergerichteten Damen hatte an Form und Farbe verloren und um mich herum roch es nach Cola-Rum und billigem Aftershave - Wochenende eben! Am Verlag angekommen stapelten wir ruckzuck unsere Sachen in den Kofferraum des neuen dlv-Bullis: Gastgeschenke, Wasser, Pfefferspray und Küchenpapier (wir sind auf alles vorbereitet), Kameras, Laptops und unsere Taschen fanden ihren Platz. Manches weniger (Markus kleiner roter Koffer), manche mehr (Birgitt hat diesmal definitiv das größte Gepäckstück dabei). Nach etlichen Kilometern passierten wir endlich die Grenze und setzten unsere Fahrt auf einem Feldweg aka Autobahn fort. Schlaglöcher und Querrillen reihten sich dicht an dicht auf diesem einspurigen Zustand. Wir verstanden unser eigenes Wort nicht mehr und ich konnte der Vodafone-Dame nur mit Mühe, viel Not und einem hohen stimmlichen Einsatz erklären, welches Internet-Auslands-Datenpaket ich brauche. Mit dem Übergang auf den befahrbaren Straßenabschnitt hatten wir, nach gefühlten 1.000 km, tatsächlichen 30 € Telefonkosten und wirklich erfahrenen Schlägen auf die Bandscheibe, dann auch endlich Internet! Im Hotel in Olesno angekommen trafen wir gleich drei Landwirte aus der Region Oppelner-Schlesien, mit denen wir uns auf ein Essen und viele gute Gespräche verabredet hatten. Und es wurden gute Gespräche. In dieser Region sehen sich die meisten als Deutsche, bzw. als Deutsch-Schlesier und weniger als Polen. Sie gehören zu der deutschen Minderheit, zu denen immer noch 60.000 Menschen in ganz Polen zählen. Eryk Scholz zum Beispiel, ein gemütlicher großer Mann Ende 50 mit lieben, glänzenden Augen, hält 700 Mutterkühe und bewirtschaftet rund 2.000 ha Ackerland. Er studierte Tiermedizin, sowohl in Polen als auch in Göttingen und in Hannover. Er sagte, es habe ihn damals gestört in Deutschland immer als "der Pole" betitelt zu werden. Er war immer lieber der Deutsche in Polen, als der Pole in Deutschland. Ich muss sagen, viele dieser Einstellungen waren mir bis heute nicht bewusst. Dass man in einem Land so starke, historisch geprägte Unterschiede macht und lebt.....

Ökolandbau muss Pflichtfach werden

Einen Artikel von agrarheute.com kommentiert altilla: "Das ist doch etwas übers Ziel hinaus geschossen. In der Ausbildung lernt jeder Landwirt etwas über Ackerbau, Tierhaltung etc. Es ist wichtig, dass man auch etwas über die ökologische Wirtschaftsweise hört, aber ein Pflichtfach daraus zu machen ist nicht nötig." Auf die Frage von Rottaljaga: "Eine Ausbildung sollte so breit und so fundiert sein, dass ein junger Absolvent später in einer freien Ermessensentscheidung so produzieren kann, wie er möchte. Das kann er aber nur, wenn er die entsprechenden Wissensgrundlagen hat. Ist denn in der klassischen landwirtschaftlichen Ausbildung die konventionelle und ökologische Landwirtschaft gleichermaßen gewichtet oder überwiegen konventionelle Lehren?" antwortet StefanS: "Jeder der hier Anwesenden weiß, oder sollte wissen, wie breitgefächert die Landwirtschaft ist. Mal abgesehen von den zwei Schienen bio oder konventionell gibt es ja noch einige Bereiche, die immer mehr an Bedeutung gewinnen, während andere wieder etwas "uninteressanter" werden. Einen landwirtschaftlichen Betrieb kann man in viele Richtungen hin ausrichten, genauso, wie man eben eine landwirtschaftliche Lehre später in vielerlei Arten nutzen kann. Man wird nie ALLES abdecken können, bzw. für jedes Gebiet entsprechende Wissensgrundlagen schaffen können wie du das nennst. Aber wenn es dich beruhigt, ja, es wird in der (schulischen) Ausbildung nicht nur die konventionelle Wirtschaftsweise thematisiert, wenn gleich wohl tendenziell etwas mehr. Hinzu kommen ja noch überbetriebliche Lehrlingsschulungen etc. pp, die z.T. auch die ökologische Landwirtschaft näher bringen..."
DWEWT bringt es auf den Punkt: "Die Öko-Verbände sehen ihre Felle davon schwimmen. Sicher ist es notwendig, umstellungswillige Betriebsleiter nicht in das kalte Wasser springen zu lassen. Hier sollte es Unterweisungen/Schulungen für die entsprechenden Kollegen geben. Ich halte es auch für falsch, diese Schulungsfunktion den Verbänden zu überlassen. Früher gab es, zumindest in den nördlichen Bundesländern, die sogen. Winterschule. Ich könnte mir vorstellen, dass das, für Interessierte, eine echte Alternative zur verpflichtenden Öko-Schulung in der Berufsschule sein könnte. Die ideologische "Schulung", könnte man ja den dafür bekannten Verbänden überlassen."

Fläche droht entpachtet zu werden

treiberluemmel möchte wissen: "Ein guter Bekannter bewirtschaftet ein paar ha Ackerland. Ein Acker setzt sich dabei aus Grundstücken von mehreren Eigentümern zusammen so wie ein Flickenteppich. Mit einem dieser Eigentümer hat er seit 3 Monaten totalen Stress und er hat gesagt, dass er ihm den PV kündigen wird. Da stelle ich mir die Frage, ob das so einfach möglich ist. Schließlich sind diese beiden Grundstücke des einen Eigentümers mit ca. 1000 m² und 1500 m² nicht wirklich selbstständig zu bewirtschaften und die eine Fläche befindet sich auch noch in Insellage zwischen den anderen angepachteten Flächen. Kann der Eigentümer den PV kündigen (Laufzeit und Kündigungsfrist mal aussen vor)? Kann er diese Flächen inmitten der übrigen Ackerfläche überhaupt brach liegen lassen? Zumindest die Fläche in Insellage kann ja nur über die anderen Flächen erreicht werden. Mein Bekannter will das natürlich nicht so hinnehmen. Ich habe ihm gesagt, er solle doch mal versuchen das Verhältnis zum Verpächter durch ne gute Pulle und ein klärendes Gespräch zu bereinigen - aber es sind beides irgendwie westfälische Sturköppe." Pflanzenbauer meint: "Also wenn man die Laufzeiten und Fristen mal außen vor lässt, kann man sagen, dass deine Kündigung durchaus möglich ist. Es gibt dann mehrere Möglichkeiten. - Einerseits kann der Bewirtschafter der Fläche die entsprechenden Flurstücke (in Absprache an den Rand der Fläche legen, so dass ein anderer Bewirtschafter einfachen Zugang hat. - Auch möglich ist es, dass der Verpächter verlangt genau seine Flurstücke zu erhalten. Dann muss einem anderen Bewirtschafter sogar der Zugang zu den Flächen gewährleistet werden - auch wenn sie noch so klein und mitten im Feld sind." Auf die Frage von Treiberluemel: "Aber brach liegen lassen darf er nicht oder? Wegen Verunkrautung oder?" antwortet er: "Also er kann es brach liegen lassen, aber auch dann muss ein Bewirtschafter vorhanden sein. Er könnte es auch selber "bewirtschaften" indem er es einfach zweimal im Jahr mulcht und es als Stilllegungsfläche deklariert."

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