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Wirtschaft

Milcobel verzeichnet Gewinnrückgang für 2012

AgE
am
24.06.2013

Kallo - Schwierige Marktbedingungen und umfangreiche Investitionen lassen den Gewinn der belgischen Molkereigenossenschaft Milcobel im Jahr 2012 um 16 Prozent schrumpfen.

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Die belgische Molkereigenossenschaft Milcobel mit Hauptsitz in Kallo hat im vergangenen Jahr einen konsolidierten Gewinn von 3,7 (Millionen Euro) Mio Euro erzielt. Wie der Internet-Informationsdienst Vilt berichtete, waren das 0,7 Mio Euro oder 16 Prozent (%) weniger als 2011. Gleichzeitig verringerte sich der Umsatz um 0,6 % auf 880 Mio Euro. FirmenchefEddy de Mûelenaere begründetedas vergleichsweise schwache Ergebnis mit schwierigen Marktbedingungen und umfangreichen Investitionen in Höhe von 36 Mio Euro, die unter anderem in die Käseerzeugung flossen.

Erzeugerpreise sind gesunken

Der durchschnittliche Erzeugerpreis habe sich im Berichtsjahr auf 31,53 Euro/100 Liter  Milch belaufen, was einem Minus von neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspreche. Bislang sei der Preis nur im "Katastrophenjahr" 2009 niedriger gewesen. Allerdings erhielten die Genossenschaftler eine Dividende auf dem Vorjahresniveau von insgesamt 1,1 Mio Euro. Außerdem ergänzte die Gruppe aus dem Gewinn ihre Reserven um rund 2,5 Mio Euro. Die im Geschäftsbericht 2011 ausgewiesenen Reserven von 75,9 Mio Euro erhöhten sich somit auf 78,4 Mio Euro. Die Anlieferungsmenge bezifferte das Unternehmen auf rund 1,1 Milliarden Liter; das waren 0,5 % weniger als im Vorjahr. "Damit ging es uns besser als dem belgischen Markt insgesamt", betonte Mûelenaere. Dort sei das Aufkommen im Berichtszeitraum um 1,1 % gesunken.

Landwirte liefern durchschnittlich 373.000 Liter

Wie die Unternehmensleitung weiter ausführte, ist die Anzahl der Milcobel-Genossenschaftsmitglieder erstmals unter die Marke von 3.000 gesunken, und zwar auf rund 2.990, was ein Minus von 3,4 % bedeutet. Derweil hätten in Belgien rund 4,5 % der Milchviehhalter ihre Betriebe aufgegeben. Mit einer durchschnittlichen Anlieferungsmenge ihrer Mitglieder von fast 373.000 Liter je Betrieb liege die Genossenschaft immerhin um rund 4,.000 l über dem Landesdurchschnitt. Die Aussichten für den Geschäftsverlauf im laufenden Jahr 2013 seien günstig: Die globale Nachfrage nach Milchprodukten wachse, so dass der Export voraussichtlich zunehmen werde. Derweil sei für Europa nur mit einem geringen Nachfragezuwachs zu rechnen. Nun stünden Entscheidungen über weitere Investitionen an. Dabei gehe es unter anderem um die Frage, ob eine weitere Spezialisie- rung oder die vermehrte Produktion von Milchpulver sinn- voll sei. Allerdings gab Mûelenaere zu bedenken, dass die Größe des Unternehmens für bestimmte Geschäfte einfach nicht ausreiche.
 
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