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Wirtschaft

Milder Winter beschert BayWa starkes erstes Quartal

aiz
am
09.05.2014

München - Trotz eines leichten Umsatzrückganges auf 3,6 Milliarden Euro erzielte die BayWa AG im ersten Quartal 2014 einen operativen Gewinn von 4,3 Millionen Euro. Einer der Gründe war der milde Winter.

Witterungsbedingt seien derartige Zahlen für diesen Zeitraum unüblich, erklärte am Donnseratg der Vorstandsvorsitzende der BayWa AG, Klaus Josef Lutz. Im Vorjahr betrug das EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) zum gleichen Zeitpunkt noch minus 7,4 Mio. Euro. Niedrigere Preise für Getreide und Dünger bewirkten einen Umsatzrückgang in der Agrarsparte um 4,4 Prozent (%) auf rund 2,6 Mrd. Euro.
 
Das operative Ergebnis im Agrarsegment (landwirtschaftliche Betriebsmittel, Landtechnik und Obst) erhöhte sich aufgrund internationaler Handelsaktivitäten jedoch um 35,5 % auf 28,6 Mio. Euro. Durch den frühen Saisonstart für die beiden Bereiche Agrar und Bau beschränkte sich der gesamte Quartalsverlust des Unternehmens auf 7,1 Mio. Euro, dass sind knapp 10 Mio. Euro weniger als im Vorjahr. Der diesjährige Vegetationsvorsprung machte sich besonders beim Absatz von Betriebsmitteln wie Dünger, Saatgut und Pflanzenschutz bemerkbar. Der Umsatz verringerte sich jedoch im Agrarhandel um 5,9 % auf rund 2,2 Mrd. Euro. Der Grund hierfür liegt im gesunkenen Preisniveau bei Düngemitteln und Getreide.
Im operativen Ergebnis zahlten sich aber besonders die internationalen Handelsaktivitäten aus: Die niederländische Beteiligung Cefetra nutzte die hohen Umschlagsmengen am Weltmarkt, um ihren Ergebnisbeitrag gegenüber dem letzten Jahr zu verdoppeln. Die Bohnhorst-Gruppe verzeichnete ebenso einen positiven Geschäftsverlauf, sodass sich in Summe das EBIT der Sparte Agrarhandel im Vergleich zum Vorjahr um 20,6 % auf 23,3 Mio. Euro erhöhte.

Mehr Gebrauchtmaschinen verkauft

Im Geschäft mit Landtechnik steigerte sich neben hohen Auftragsbeständen für Neumaschinen aus dem Jahr 2013 auch der Absatz für Gebrauchtmaschinen. Entsprechend nahm der Umsatz in der Sparte Technik um 10,2 % auf insgesamt 269,5 Mio. Euro zu. Zum frühen Saisonstart kam ein stabiles Geschäft der Werkstätten, sodass sich das EBIT der Sparte um 5,4 Mio. Euro verbesserte. Nach einem Minus im Vorjahr lag das EBIT somit zum 31. März 2014 bei EUR 3,3 Mio. "Die Stimmung in der Landwirtschaft ist sehr positiv: Der gute Start im neuen Jahr hebt die Erwartungen für die Ertragslage hierzulande, zudem tragen die Ukraine-Krise und die unsichere Wetterlage in den USA derzeit zu einem Anstieg der Getreidepreise am Weltmarkt bei. Durch die globale Nachfrage erwarten wir auch weiterhin ein stabiles, hohes Preisniveau", erklärte Lutz.

Projektgeschäft mit Erneuerbaren stützt Energie

Das Segment Energie umfasst neben dem Handel mit fossilen und nachwachsenden Brenn-, Kraft- und Schmierstoffen auch das Geschäft mit erneuerbaren Energien, das in der BayWa r.e. renewable energy GmbH gebündelt ist. Im Vergleich zum ersten Quartal 2013 weist der Umsatz im Segment Energie preisbedingt einen Rückgang um 4,5 % auf EUR 697,4 Mio. aus. Das EBIT von minus EUR 0,2 Mio. lag um EUR 2,2 Mio. unter dem Vorjahreswert.
 
Der verhaltenen Entwicklung im Handel mit Photovoltaikmodulen in Kontinentaleuropa steht eine Nachfragebelebung im Solargeschäft in den USA gegenüber. Darüber wurden drei Solarparks in Deutschland und Großbritannien mit einer Gesamtleistung von 30,8 MW in Betrieb genommen.
 
Aufgrund des guten Starts in den Segmenten Agrar und Bau bekräftigt Lutz die Zielsetzung des Konzerns, die Umsatz- und Ergebniszahlen für das Jahr 2014 gegenüber 2013 erneut steigern zu können.
 
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